Panic Attacks Message Board
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Yuna2226

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Reply with quote  #1 
Ich bin 34 Jahre alt und habe 2 Kinder im Alter von 15 und 9 Jahren. Ich hatte vor Circa 10 Jahren eine ganze Weile mit Panikattacken zu tun, wobei ich sagen muss das ich nicht wusste was es war. Ich hatte einen Unfall im Garten, mir ist ein Baumstamm auf den Kopf gefallen. Ich fuhr zum der damaligen Vertretungsärztin, meines Hausarztes. Es wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert und mir wurde Bett ruhe verordnet. Einige Stunden später bekam ich eine panikattacke undfuhr erneut zur Ärztin. Sie sah mich nur an und sagte;sie müssen sich beruhigen. Patienten wie sie landen früher oder später in der anstalt und begehen Selbstmord. Da fing es an. Jeder Tag war ein Kampf mit mir selbst aber ich hatte einen kleinen Sohn und so versuchte ich mich zusammen zu reißen. Logisch zu denken, um nicht irre zu werden. Damals hatte ich noch kein Internet oder Smartphone um mir Tipps und Ratschläge zu holen. Irgendwann war es vorbei. Ich erinnere mich nicht wann es weg war. Diese ganze Zeit ist fast wie ausgeblendet für mich. Nun ja ich lebte wieder mein Leben, selten dachte ich mal daran. Bis vor Weihnachten da hat es wieder zu geschlagen. Ich hatte grippe und wollte es vorden Feiertagen vom Arzt lieber abklären lassen. Bettruhe.. Es kam nicht sofort sondern sehr schleichend, erst Herzrasen, dann das verschommene sehen.. Die kompletten attacken konnte ich bis jetzt abwehren aber die Gedanken sind da, ich zitter wie espenlaub fast durchgehend. Bin tierisch nervös und schlafe und esse nicht. Warum ist es wieder da und was kann ich tun?
Vielen Dank fürs lesen
JustElliot

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Reply with quote  #2 
Hallo Yuna, erstmal: Schöner Name. Erinnert mich an einen schönen Charakter aus meinem früheren Liebingsspiel.


Hab mir das mal durchgelesen und wundere mich, was der Arzt zu deinem jetzigen Zustand gesagt hat. Meinte er/sie, es war eine Panikattacke oder hast du das so wahrgenommen? Weshalb meinte der Arzt, du würdest in der Anstalt landen und selbstmord begehen? Wegen Panik? Das ist mir neu. Kenne niemanden der sowas getan hat oder gar verrückt geworden ist davon. Von meinen Bekannten hatte es einer 10 Jahre, einer 2, ich 1 Jahr. Uns geht es allen gut. Dir ja auch...
Echt unsensibel vom Arzt.

So Panikattacken kommen eigentlich dann, wenn man eine Weile lang Stress hatte und dann meistens in dem Moment, wo man endlich ruhe findet. Ich weiß ja nicht was in letzter Zeit bei dir passiert ist.
Ansonsten kann das auch krankheitsbedingt mal passieren, dass dein Körper überreagiert. Hast du darüber schonmal was gelesen?
Im Moment ist es schwer für mich deine Ursache zu finden. Aber wenn es Panik ist, was du im Moment spürst, dann brauchst du die Ursache nicht wissen.

Falls du dir doch unsicher bist was du genau hast, geh vielleicht mal zum Arzt, um das nochmal abklären zu lassen. Ansonsten wenn es stressbedingt ist, würde ich versuchen das alles auf sich beruhen zu lassen und würde mir keine Gedanken mehr darüber machen. So eine Panikattacke oder Angstzustände generell sind rein gar nichts schlimmes oder bedrohliches. Wenn sie kommen, einfach zulassen. Vielleicht hast du meinen Beitrag gelesen. Dort steht einiges darüber.

Dass es "einfach so weg war" wie du gesagt hast, ist typisch. Denn sobald man es vergessen kann, verschwindet es.


Ansonsten frag uns. Ich denke Lumi kann dir das ganz gut erklären.
Yuna2226

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Reply with quote  #3 
Ich bin dir so unendlich dankbar für deine Antwort. Ich war so verzweifelt heute. Es ist zur zeit wie unruhe extremes zittern und halt das mit dem gucken. Ich habe in den letzten Tagen viel darüber gelesen und bin, je nachdem wie der Bericht ausfiel mal voller positiver Energie und dann wieder am Boden zerstört.
Ich bin sehr froh dises Seite gefunden zu haben. Aber 10 Jahre? Hab ich es 10 jahre lang verdrängt?
Die damalige Ärztin hat nur mein Puls kontrolliert bei dem 2.Besuch, mehr nicht.
Ich gehe der Annahme es waren Panikattacken da sich die damaligen Symptome klar einordnen lassen.
Mein jetziges Problem ist, um den Sturm passieren zu lassen muss er auftreten und das geschieht nicht. Nur die Gedanken sind da. Habe heute extrem kopfweh vom grübeln und vielem lesen. Ich habe nie jemanden von meinem inneren Kampf erzählt oder einen Arzt aufgesucht damals. Ist denn eine Therapie überhaupt sinnvoll? Sie ruft doch diese Gedanken ständig wieder hervor?
Danke vielmals für deine schnelle Antwort. Du konntest mir sehr helfen
Hab heute viel nach Hilfe gesucht, Telefonseelsorge, arzt, Therapeuten aber die einzige Antwort kam von dir. Vielen lieben Dank
JustElliot

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Reply with quote  #4 
Nee, also wenn es 10 Jahre ohne Spur weg war, dann hattest du es überwunden. Da gibt es wie gesagt so ein paar Menschen die es packen, das spontan wegzubekommen, indem sie sich mit wichtigeren Dingen beschäftigen und die Angst in den Hintergrund gerät. So etsas kann man aber nicht erzwingen. Das passiert ohne das Bewusstsein.

Am besten du liest gar nicht so viel drüber. Schon gar nicht wenn sie kommen mit "biologischen Faktoren", die das auslösen oder Medikamenten. Die beste Seite die ich gefunden habe war diese und die Videos von jmd. Der Wonderbro heißt auf YouTube. Leider aber in englisch. Ansonsten sind die infos aber sehr gut zusammengefasst von ihm und bringen viele Fragen auf einen Punkt. Evtl. Gibts dort Untertitel.

Das Wichtigste bei diesen Angststörungen ist eigentlich die Frage: Was kann ich dagegen machen? Die Antwort ist: Nichts.

Angst ist ein Gefühl, genauso wie jedes andere. Man kann es nicht auslöschen und das sollte man auch nicht. Es gibt keinen Grund etwas dagegen zu tun und es wird normalerweise nicht allzu oft benutzt.

Deshalb sollte man es einfach akzeptieren, so wie man es früher auch akzeptiert hat, damit man sich wieder genauso fühlt wie früher. Da machte man sich ja auch nie Gedanken drüber. Und genau deswegen war es anders als jetzt.

Falls sie kommt, was nicht sein muss, dann trete ihr mit offenem Herzen gegenüber. Lass sie wüten bis sie aufgibt. Ansonsten leb dein Leben weiter und mach dich ned wegen ein paar Gefühlen verrückt. Ist nur Adrenalin und keine verherende Krankheit.
Yuna2226

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Reply with quote  #5 
Vielen Dank nochmal für deine Antwort. Ich verstehe die Herangehensweise sehr gut und so in etwa lief es früher bei mir auch. Ich habe einfach genug davon gehabt und gedacht ;mach doch was du willst, ich mache mein Ding. Verstehe nur den Sinn nicht das es einfach so wiederkommt.
Jedes Mal wenn ich spüre "es kommt" und dann versuche mich dem zu stellen schwacht es total ab. Was für mich keinen Sinn ergibt da ich so nicht über die Spitze komme. Dank deiner Antwort hatte ich gestern einen schönen ruhigen Abend mit meiner Familie und konnte sogar schlafen. Danke
JustElliot

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Reply with quote  #6 
Es freut mich total das zu hören, dass du einen schönen Abend hattest. [smile]


Eine Panikstörung kommt daher, dass man die Panik fürchtet. Wenn du also wieder anfängst es als Bedrohung anzusehen und alles zu tun, um sie zu vermeiden, dann reagierst du dementsprechend. 

Woher diese Stressattacke bzw. erneute Panikattacke kam, das weiß ich nicht. Vielleicht findest du es selbst heraus, aber es ist wie gesagt nicht wichtig. Hauptsache du machst nicht wieder den Fehler und bekämpfst sie mit allen mitteln und hältst somit das alles am Leben.

Bei mir kann ich sagen, meine erste Attacke kam daher, dass ich zu viel Stress angestaut hatte durch den Gedanken, ich wäre nichts wert, wenn ich nicht genug leiste oder weiß usw. (Perfektionsdrang)
Deswegen habe ich viel zu viel Arbeit auf mich genommen bis mein Körper irgendwann sagte: Nein, meine Liebe, so geht das nicht weiter. "Du bist immer wertvoll" war dann das, was ich daraus gelernt habe. Dass meine Makel und Unwissenheit oft sogar charmant sein können.
Oft ist es aber so, dass man nicht einmal einen "Persönlichkeitsdefekt" haben muss, um eine Attacke zu bekommen. Manche überarbeiten sich nur oder haben zu viele Hobbies. Da kann sowas mal passieren. Ist aber kein Weltuntergang sich mal seeehr gestresst zu fühlen. 

An deiner Stelle wäre ich eigentlich ganz froh. Du schaffst es so gut diese Methode umzusetzen, dass du gar nicht mehr richtig Panik spürst. Das ist nicht schlecht. Ich sagte glaube ich schonmal: Versuch nicht, die Panik zu erzwingen. Wenn sie kommt, dann kommt sie. Wenn nicht, ja dann auch gut. Dann haste vielleicht weitere 10 Jahre Ruhe. Und dann wendest du das Gleiche halt nochmal an... 
Yuna2226

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Reply with quote  #7 
Ich denke ich hab mir einfach zu viel zugemutet. Die ganzen Feiertage, Geburtstag (mein großer wurde 15), Arbeit, das Auto ging kaputt, immer mehr Rechnungen flatterten ins Haus, Freunde und Familie, jeder wollte was und es musste ja auch jedem alles Recht gemacht werden. Und dazu die Grippe. Ich hatte Bange, nicht schnell genug Gesund zu werden, um alles "Perfekt" zu machen.
Ich denke jetzt auch das mein Körper mich verwarnt hatte. Ich hatte dieses Jahr viel mit Rücken Nacken und Hexenschuss zu tun. Mein Hausarzt riet mir öfters abzuschalten, mir einen "Ausgleich" zu suchen. Ich hab das belächelt und weiter meine 7 std Schichten geschoben. Sogar nen Nebenjob ging noch [frown]
Jetzt habe ich die Rechnung erhalten!
Nur die Sache mit dem Psychologen lässt mir keine Ruhe. Soll ich gehen oder nicht? Wie könnte er mir helfen, wenn die Lösung in mir selbst liegt?

Vielen Dank dafür das du dir Zeit für mich nimmst. Ich spüre das dass sehr gut tut.

JustElliot

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Reply with quote  #8 

Im Grunde wird das wohl nur etwas vorrübergehendes gewesen sein mit dem Stress.

Wenn du das Gefühl hast, du bräuchtest jemand Professionelles, mit dem du deine Probleme (wie Geld und Familie) besprechen kannst, dann nur zu. Ansonsten mal versuchen mit Freunden oder Verwandten zu sprechen und ein bisschen Dampf abzulassen. Im Zweifelsfall einfach eine Therapie anfangen und danach kannste sie ja immer noch abbrechen, wenn es rein gar nichts bringt.

Nur die derzeitige Angst wirst du nicht "lösen" können. Schon gar nicht indem du dir erhoffst, dass dir der Therapeut hilft, diese derzeitige übertriebene Angst loszuwerden. Die geht nur dann weg, wenn man sie akzeptiert ohne mehr Stress durch Vermeidung hinzuzufügen.

Dein Hausarzt ist auch gar nicht so blöd. Eigentlich ist es sogar sehr lieb dir sowas zu raten, viele Ärzte nehmen sich nicht einmal die Zeit für so etwas. Die meisten Patienten lachen dann erstmal, bis sie dann die Quittung bekommen (wie wir *Grins*)

~Weißt du, meine Familie hatte früher kein Auto, Geburtstage wurden so gut wie nie gefeiert, wir hatten wenig Geld, meine Mutter war nicht für mich da weil sie krank war und ich musste immer alles selbst machen als Kind (Haushalt/Einkaufen), weil mein Vater immer gearbeitet hat. Aber trotzdem war ich zufrieden. Meistens glaube ich sogar, es war besser so. Da hatte ich wenigstens meine Ruhe und war frei.

Ich will dir damit eigentlich nur sagen... willst du es wirklich anderen Recht machen oder dein eigenes Leben genießen? 
Das gesündeste für ein Kind ist denke ich mal, die Eltern wohlauf und glücklich zu sehen und dann nehmen sie sich ein Beispiel daran. Willst du diesen Stress an deine Kinder weitergeben, indem sie sehen wie du dich bis zur Erschöpfung auslaugst? Wenn du so wie es gerade ist zufrieden bist, dann ist das ja kein Problem.

Im Grunde wäre es keine schlechte Idee für dich mal eine Therapie auszuprobieren, wenn du dich zu vielen Dingen gedrängt fühlst indem du "Ich muss... ich muss... ich muss..." denkst. Du musst nämlich rein GAR nichts außer irgendwann sterben. Nicht einmal atmen, wenn du nicht willst.

Yuna2226

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Reply with quote  #9 
Deine Vergangenheit hat viele Ähnlichkeiten zu meiner. Eltern getrennt als ich klein war, empfand es aber nie schlimm. Als ich 13 war hatte meine Mutter einen schweren Autounfall, von da an war ich die Mutti für meine Schwester, schmiss den Haushalt, Einkäufe, Behördengänge, fuhr sie regelmäßig mit dem Rollstuhl zur Therapie. Es machte mir nix aus. Im Gegenteil, ich tat es gern ☺️
Yuna2226

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Reply with quote  #10 
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Originally Posted by Yuna2226
Warum kann ich nicht schlafen? 2 Stunden ging es gut dann bin ich aufgewacht mit einem scheiß Gefühl. Merkte wie es kommt und wollte mich nicht wehren. Aber es blieb an einer Stelle stehen bis ich aufstehen musste. Nun zitter ich wieder furchtbar. Bin verzweifelt
ist das etwa das unterbewusste verarbeiten der geschehen dinge?
JustElliot

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Reply with quote  #11 
Das ist normal bei Stress. Bestimmt warst du auch schonmal kurz vor einem Vortag nervös und hast gezittert.
Yuna2226

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Reply with quote  #12 
Und wie gehe ich mit den Stress Symptomen um? Soll ich mich bewusst versuchen zu beruhigen oder einfach so lassen?
JustElliot

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Reply with quote  #13 
Hör auf zu warten bis es weg geht und leb dein Leben. Geb dem Kram einfach keine weitere Aufmerksamkeit, das geht von alleine weg, ohne dass man etwas machen braucht.
Und mach Dinge, die dir Spaß machen, konzentriere dich darauf. Ein besseres Stress-Ventil gibt es nicht.

Man wird es nicht bewusst weg gehen sehen, indem man es beobachtet. Also kannst du es auch gleich vergessen das zu beobachten.
Yuna2226

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Reply with quote  #14 
Ich verstehe, ich denke die ganze Zeit Ich habe das schon mal geschafft wieso geht das jetzt nicht, aber mit diesem Gedanken gebe ich der angst wohl wieder zuviel raum [smile]
Wonderbro ist richtig toll ich verstehe nicht alles aber das meiste
Ja das ist schwer mit der Aufmerksamkeit das das zittern bei mir extrem ausfällt so das ich nix mehr halten kann. Ich zitter nicht ich bebe richtig.
Danke dir
Yuna2226

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Reply with quote  #15 
Ich bi sehr unmotiviert und einfach nur müde. Was kannst du mir raten? Arsch bewegen raus oder ausruhen? Habe das Gefühl solange ich versuche mich auszuruhen, solange grübel ich. Aber ich bin so müde. Wenn ich mich zwinge aus dem bett zu kommen wird es besser aber dann denk ich gleich wieder, so verdränge ich es nur.
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