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JustElliot

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Reply with quote  #1 

Sorry für den langen/detaillierten Text, ich werde demnächst nen Mini-Post machen, der das alles in Kurzfassung erklärt.[biggrin]

Das hier sind nur meine Erfahrungen und die Erfahrungen der anderen zusammengetragen und hoffentlich verstänlich erklärt. Ob du das hier für dich anwenden möchtest, ist wiederum etwas anderes.[smile]
Ganz unten unter -neu- ist etwas Praktisches zum umsetzen. Die beste Technik, die ich kenne.

Lösung: Geh durch die gleiche Tür raus, wie du reingekommen bist. Weg rein, Weg raus.
Wie sagt Claire Weekes so schön in ihrem Video? You have to reverse the pattern.


1. Panikstörung

Ungefährliche Stressreaktion
    Panik, weil Angst zu sterben (Trauma)
        Panische Angst vor Panik (Angst, bei einer Panikattacke zu sterben)
    Trauma überschreiben, auf die andere Seite gehen
Stressreaktionen als ungefährlich erkennen

Angst zu sterben

2. Generalisierte Angststörung

Kranke Reaktion auf Stess = Angst
    Angst führt zur Vermeidung
        Zusätzlichen Stress/Angst durch vermeidendes Verhalten (+ second fear)
        Keinen zusätzlichen Stress/Angst durch vermeidendes Verhalten hinzufügen (- second fear)
    Keine Vermeidung führt zu keiner Angst
Gesunde Reaktion auf Stress = Keine Reaktion/Vertrauen

i.d.R. Angst dass es dein Leben ruiniert

GAS: Du reagierst falsch auf die Nachricht deiner harmlosen und freundlichen Stresssymptome die sagen: "Reg dich mal ab, du brauchst Ruhe" und fügst Angst hinzu, anstatt sich wirklich auszuruhen und das zu tun, um was dich deine Symptome eigentlich bitten. Du bist immer noch im Schockzustand und meinst du müsstest diesen schrecklichen Zustand unbedingt vermeiden. Tu genau das Gegenteil! Ändere deine Ansicht ihr gegenüber! Form es in eine friedvolle und wohwollende Meinung, die es erlaubt, sie gehen zu lassen.

Wie gesagt: Verstehen, Akzeptieren und Loslassen

LASS EINFACH DIE ZWEITE FURCHT WEG. Die beste Reaktion auf Stress ist keine Reaktion. Reagiere nicht mehr auf Angst und konzentriere dich auf die Außenwelt. Innen gibt's nichts zu finden. Lern es deine Symptome als in Ordnung anzuerkennen und dann zu ignorieren, um dir 'ne Pause vor deinem inneren Konflikt zu geben. Ja, sie sind eine ziemliche Unannehmlichkeit, aber mal ehrlich. Ich war am schlimmsten Punkt der GAS und PS und... es ist aushaltbar. Es würde niemals so schlimm werden, würdest du diese Angst nicht füttern und damit zu einem Monster machen. Wenn du das schlimmste aushalten kannst - und das schlimmste hast du wahrscheinlich schon erlebt-, dann sollte es kein Problem sein, die restliche Furcht zu akzeptieren.

Du rennst weiterhin vor deinen Symptomen weg? Dann wird das nie etwas. Du rennst darauf ZU, du bittest es darum, schlimmer zu werden, auch wenn du glaubst, dass es das übersteigt, was du aushalten kannst. Nach der Zeit verblasst die Angst dann, weil du dich daran gewöhnst und gelernt hast, damit umzugehen.
Keinen alltäglichen Stress vermeiden. Fordere das heraus, was du fürchtest, bis es aufgibt. Die Angst muss gehen, bevor du gehst. Das gilt auch für die Panikstörung! Tu dir das in den Kopf brennen [smile] mir hat das geholfen.


----------------------------------------------------------eigentlich hast du schon alle Infos hier oben--------------------------------------

Es ist genau SO simpel wie dort beschrieben. Simpel aber nicht einfach. Vertraue in die Antwort.

Es ist wunderbar wie einfach das Konzept eigentlich ist. Es geht nur darum keine zweite Furcht (second fear) hinzuzufügen und zu versuchen sich mit der Angst anzufreunden. Sie einfach da sein lassen, sie akzeptieren und sie zu sich einladen, damit aus dieser Gleichung die zweite Angst entfällt -> Angst + Angst = mehr Angst !!! Mehr ist es nicht!!! Du musst dir nur Akzeptanz und Freundschaft merken.
Aber trotzdem werde ich das unten mal etwas genauer erläutern, was ich damit meine.

Ein kleines Update und hoffentlich eine bessere Verdeutlichung der Zusammenhänge. (Vollständig, ich versuche das hier genau und vollständig zu machen, damit ich mit gutem Gewissen die Seite verlassen kann und alles vergessen)

Vorraussetzung für eine Heilung ist, dass du keine gesundheitlichen Bedenken mehr hast, wenn du ein Symptom der Angst verspürst. Um dieses Vertrauen in deinen Körper wirst du nicht drumherum kommen. Weder bei der Panikstörung, noch bei der Generalisierten Angstörung, bei der man meistens glaubt, man würde verrückt werden oder einen Schlaganfall erleiden. Bei PS sind es meistens Dinge wie Herzphobie, Angst keine Luft mehr zu bekommen usw.
Nein, keines dieser Symptome wird dich umbringen oder dir schaden, auch auf lange Sicht nicht, aber das habe ich im ersten Teil erklärt, nur ist es wirklich wichtig dass keine Bedenken mehr existieren. Es ist ein Trick, ein Bluff. Dir wird absolut nichts passieren. Und es wird kein Symptom nach dir benannt werden, wenn du verstehst was ich meine...  wir machen alle das Gleiche durch.

LOS GEHTS:
Findest du dich darin wieder?

Früher habe ich auf Stresssymptome mit Ruhe und Entpannung reagiert. Ich wusste, wenn man diese Symptome hat, muss man einfach mal eine Weile locker lassen.
Dann habe ich eine stressige Zeit hinter mir gehabt, zu wenige Pausen gemacht (das war bei allen der Auslöser für die Anstauung, mit denen ich geredet habe, man braucht keinen Persönlichkeitsdefekt, um sowas zu entwickeln, manchmal kennt man seine eigenen Grenzen einfach noch nicht), bis ich irgendwann wie aus "heiterem Himmel" eine Stressattacke bekam, gefolgt von einer Panikattacke.
In Wirklichkeit war es nicht aus heiterem Himmel, denn mein Körper hatte mich immer wieder vorgewarnt, aber ich habe es ignoriert und wusste somit gar nicht wirklich, dass man versucht mir etwas zu sagen. Das wurde mir aber erst im Nachhinein bewusst.
Da die Symptome, die mir sagen wollten, dass ich Ruhe brauche, von mir überhört wurden, musste mein Körper noch lauter brüllen, um auf sich aufmerksam zu machen. Leider scheinbar so plötzlich und so laut, dass ich mich erschrocken habe.
In dem Moment habe ich die Stressattacke als eine Lebensbedrohung wahrgenommen, denn sie war überwältigend und fühlte sich sehr bedrohlich an, weshalb ich Panik bekam. Ich bekam Angst vor Stress, besonders vor Stressattacken.
Und da Panikattacken purer Stress sind, waren sie zukünftig meine größte Befürchtung.

Ich wusste nicht woher diese Panikattacke kam, also habe ich nach ihrer Ursache gesucht, um sie zu vermeiden, ich sah alles als eine mögliche Bedrohung, da ich nicht wusste was ihre Ursache war. Unterbewusst wusste ich es vielleicht und habe versucht, jede stressauslösende Situation zu vermeiden oder gut darauf vorbereitet zu sein (ein Zeichen für GAS). Es ist wahr, dass eine Panikstörung ohne GAS eigentlich nicht existiert. Eine GAS aber ohne Panikstörung auftreten kann.
Ich habe tatsächlich angefangen das Symptom, also die Nachricht für "Ruh dich mal aus, du übertreibst es." als gefährlich anzusehen und somit auf eine aggressive, analysierende Art und Weise darauf zu reagieren und wusste nicht, dass ich mir damit keinen Gefallen tue und genau das Gegenteil von dem mache, was mein Körper mir rät. Ich habe die Symptome ab diesem Moment komplett misinterpretiert und anstatt mit Ruhe, mit Angst reagiert.

Seit der ersten Panikattacke spielt sich das gleiche Trauma/die Erinnerung an dieses angsteinflößende Erlebnis ab als wäre es auf Replay gestellt. Manchmal über Jahre, bei mir war es nur eins, das andere Jahr habe ich über die GAS gegrübelt. Aber es gibt kein Grund, dieses Szenario jahrelang abzuspielen. Es war verdammt unangenehm, aber es hatte kein gesundheitlich bedenkliches Potential so stark gefährlich eingeschätzt zu werden und deshalb zum Trauma. Hätte man uns in diesem Moment vielleicht gesagt, es ist nur eine Stressattacke, ruh dich aus, du wirst nicht sterben, dann würde es vielen von uns heute vielleicht nicht so gehen. Die Panik infolgedessen ist aber so gut wie unvermeidlich für uns gewesen.

Das gleiche Trauma, das darauf wartet, korrigiert zu werden und durch die Wahrheit ersetzt zu werden, indem ich mich darauf einlasse, es bis zum Ende durchzusehen und die erleichternde Entdeckung zu machen, von der alle reden. Ich musste es einmal durchleben, um mich zu vergewissern, dass dort nichts ist. Es ist lediglich eine Schutzreaktion des Körpers gewesen und war nicht in der Lage mich umzubringen. Wie ich gesagt habe, es wäre sehr lächerlich. Es ist ein aufregendes Erlebnis, nichts weiter. Ich finde es sogar aufregend.
In dem Moment als ich die Wahrheit sah, wurde ich ruhig und mein Innenleben war nicht mehr wichtig, weil mein Körper erkannt hat, dass Panikattacken keine Gefahr darstellen. (Ende der PS durch korrigieren des Traumas)
In Zukunft hatte ich keine Panikattacken mehr in dieser Art, nur dann kleinere, wenn ich etwas als lebensbedrohlich eingeschätzt hatte (meist eine innere Regung), doch ich habe angefangen, meinem Körper zu vertrauen.

Übergang PS zu GAS, Angst sinkt auf ein niedrigeres Niveau (ist kein Muss nach einer PS. Oft schafft man es direkt den Rest zu akzeptieren und sich dazu zu desensibilisieren)
Der Fokus ging von der Angst vor der Panik auf die Angst vor den jetzigen Symptomen über, der restliche Stress von der PS war mir nicht ganz geheuer und ich war noch im Analyse-Hamsterrad und wollte wissen was los ist, hatte absolut kein Vertrauen. Zu dem Zeitpunkt war der Stress durch die Auflösung des Konflikts der PS schon gesunken gewesen, ich hätte nur noch akzeptieren müssen und vielleicht ne Woche warten, damit sich der restliche Stress abbaut.

Ich fand diese ganzen Stresssymptome aber unangenehm und wollte sicherstellen, dass das bald verschwindet und auf keinen Fall so bleibt (Inakzeptanz). Stresssymptome sollen unangenehm sein. Wenn sie das nicht wären, würden sie ihren Sinn verfehlen. Deshalb muss man einfach akzeptieren, dass man diese Symptome niemals mögen wird. Aber sich davor zu fürchten ist einfach nur überzogen. Und genauso überzogen ist auch das Ergebnis unserer Angst.

Ich wusste also noch nicht so recht, wie ich auf Stress reagieren sollte, weil ich die Nachricht hinter den vielfältigen Symptomen nicht verstanden habe.
Es sind unzählige Symptome. Einige von ihnen sind Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Unwirklichkeitsgefühle, Zittern, Depression und weiß der Geier was nicht alles.
Doch hinter all diesen scheinbar komplizierten Symptomen steckt eine einfache Nachricht: Ruh dich aus.
Mehr ist es nicht, was dir dein Körper sagen möchte, vertrau mir. Das was wir aus diesem einfachen Signal machen, ist das Problem.
Und schon wieder habe ich angefangen, den Stress zu bekämpfen, meist wieder Analytisch. Ich dachte in die Vergangenheit, um die Ursache zu finden für früheren Stress und in die Zukunft, um mir hypothetische Situationen auszumalen, um mich optimal darauf vorzubereiten. Aber da es unzählige Situationen gibt und man nie vollkommen sicher ist vor Stress, gab es auch kein Ende für das Denken.
Das Denken in die Vergangenheit und Zukunft ist ein Zeichen dafür, dass wir noch Angst haben und deswegen versuchen zu vermeiden. (Eine Sorge ist immer ein Ausdruck einer Angst, ein Symptom einer Angst, weshalb man seine Sorgen in der Regel nicht einfach stoppen kann, solange die auslösende Angst nicht verschwunden ist.)

Mir wurde bewusst, dass das einzige Problem darin bestand, dass ich Stress/Angst als eine Bedrohung sah. Also die Angst vor der Angst auf hohem Niveau (Panikstörung) und die Angst vor der Angst auf niedrigerem Niveau (Generalisierte Angststörung). Und mir wurde auch bewusst, dass die Symptome zwar unangenehm sind, aber dass ich das hinnehmen musste, genau so lange, wie ich meinem Körper nicht das gab, was es wollte, und zwar Ruhe.
Ich musste aufhören Benzin ins Feuer zu kippen und meinem Körper Ruhe vor der ängstlichen Reaktion geben, die das Feuer ständig neu entzündet.
Die Entspannung würde dann von alleine kommen. Eine Entspannung kann man nicht erarbeiten oder sonst irgendwie erzwingen. Entspannung ist kein aktiver Versuch etwas zu tun. Der Versuch, zu entspannen ist zum scheitern verurteilt. Die Akzeptanz, dass du im Moment nicht entspannen kannst hingegen, wirkt auf natürliche Weise entspannend. Weshalb? Weil du aufhörst danach zu streben. Im Endeffekt wieder nur ein Kampf. Und jeder Kampf baut Spannung auf, also genau das Gegenteil von dem, was du möchtest. Akzeptanz ist das Gegenteil von kämpfen, es heißt aufzugeben und zu vertrauen.


Sei auch darauf gefasst, dass du auf die Symptome von Entspannung ängstlich reagieren könntest. Deine Atmung, dein Herzschlag verändern sich, dein Blutdruck. Alles in deinem Körper stellt sich um. Solange du sensibel bist für innere Veränderungen, wirst du wahrscheinlich ängstlich reagieren und wieder Spannung hinzufügen und das immer und immer wieder, sodass du die Entspannung nicht beibehalten kannst. Vertraue deinem Körper, er macht ABSOLUT ALLES, um dich am Leben zu erhalten. Es hört sich vielleicht doof an, aber er liebt dich und will dich am Leben erhalten.
Und nein, seinen Puls zu fühlen ist kein Vertrauen. Das zeigt, dass du ihm nicht vertraust und zur Sicherheit nochmal nachschauen musst. Wenn du Angst bekommst, dass dein Herz stehengeblieben ist, dann vertrau dir einfach, dass es weiterschlägt, als Kind musstest du auch nicht fühlen. Es wirkt Wunder für das Vertrauen in deinen Körper, wenn man solche Angewohnheiten und Sicherheiten loslässt. Lass alle "Sicherheitsmaßnahmen", die du sonst immer verwendest, sein. Du kannst dich nicht beschützen. Es gibt keine Gefahr, trotzdem rennst du immer weiter. Wenn du etwas tust, um dich zu beschützen, wirst du glauben, du bist einer Gefahr ausgesetzt. Wenn du analysierst, um dich zu beschützen, dann wirst du glauben, du wärst einer Gefahr ausgesetzt und du wirst weiterhin Angst haben. Lass die Entspannung kommen, auch wenn sie ungewohnt ist. Dein Körper hat mehr Ahnung von seiner Arbeit als dein Verstand. Lass ihn das erledigen.


Ich musste realisieren, dass die Symptome kein Zeichen von etwas ernsthaftem sind, sondern nur auf erschreckende Art und Weise auf sich aufmerksam machen wollen, damit ich endlich das tue, was sie von mir wollen und sie ernst nehme. Aber ich habe sie ernst genommen, zu ernst und auf die falsche Art reagiert.
Wenn du jetzt also so wie ich vor dem Rechner sitzt, um zu zocken oder vor dem Fernseher und Filme schauen möchtest und die Symptome rufen, dann will ich dass du ihre echte Nachricht verstehst und auf die richtige Art reagierst. Sowas wie: "Das soll NUR heißen: Ja chill dich, Alter/Alte. Aber keine Sorge, das mache ich bin gerade dabei." Du hast kein Interesse daran zu deiner Angst noch mehr Angst hinzuzufügen.

Die Symptome werden dann weiterbrüllen, sie machen keine Pause, auch wenn du schon das tust, was sie von dir wollen, lass dich davon nicht verunsichtern und in den Glauben bringen, etwas anderes wäre mit dir. Habe Geduld, ignoriere sie so gut wie möglich und vertraue ihnen, dass sie nur nett sind. Und sobald der Stress abgebaut ist (das dauert gar nicht lange), wirst du wieder zu dir selbst gefunden haben. Und durch die jahrelange gedankliche Arbeit, in den du versucht hast Stress zu verstehen und zu vermeiden, bist du in Zukunft sehr gut gewappnet. Es hat nicht nur schlechtes, wir sind in der Hinsicht aus Granit.

Ich möchte noch etwas wichtiges hinzufügen: Solange wir versuchen zu vermeiden und zu analysieren, "es" herauszufinden, behandeln wir unsere Symptome wieder als Bedrohung. Wir denken wieder in die Vergangenheit und Zukunft, um zu vermeiden. Aber hier müssen wir umdenken und die Sichtweise verändern. Wenn du deinem Zustand ein Zeitlimit setzt, in dem du es akzeptierst, dann akzeptierst du nicht wirklich!

Beispiel für Inakzeptanz: Du willst akzeptieren, aber hast ständig wieder diese Fragen im Kopf: Ist es schon besser geworden? Wieso ist es noch nicht besser? Mache ich etwas falsch? Wie lange dauert es noch? Oder auch genial: Ich ignoriere die Symptome, stelle mir den Handywecker auf eine Woche und schaue dann, ob es besser ist. ~ <- Geplante Akzeptanz kann nur Inakzeptanz bedeuten [biggrin][biggrin][biggrin] Aber das war meine geplante Inakzeptanz. Hat nie etwas gebracht. Echt kreativ oder? 

Du musst dich an deine Symptome so lange gewöhnen und sie annehmen als wären sie dein Kind, bis sie keine Angst mehr in dir auslösen, daraufhin egal werden und dann irgendwann verschwinden sie von alleine, ohne dass du es bemerkst. Irgendwann wirst du aufstehen und ungewohnt glücklich sein und dir denken: "Hm, irgendwie fühle ich mich anders und entspannter."
So war es bei mir.
Alle anderen haben auf mich plötzlich sehr gestresst gewirkt, verglichen zu mir... ob die Fußgänger oder meine Freunde. A
uch Jeff meint, er hätte im Nachhinein besser mit Stress umgehen können als vor der Sache.

Ändere deine Sichtweise also in der Art:

Von: Diese Symptome sind schrecklich und Oh mein Gott das macht mich krank, wie lange muss ich das noch aushalten, hört das jemals auf? (etc. - Ich kenne all diese Gedanken zu gut)

Zu: Diese Symptome sind unangenehm, aber berechtigt unter den Umständen der Auslastung. Hinter ihnen steckt keine tiefere Bedeutung als der Hinweis, dass ich Ruhe brauche. Ich gebe meinem Körper die Ruhe, die er braucht und akzeptiere die Symptome, egal wie lange sie auch andauern mögen, sie sind vorrübergehend. Und weil sie nichts weiter sind, brauche ich den Stress in der Zukunft nicht fürchten, sondern dann einfach mal eine Pause einlegen, wenn ich mich unwohl fühle. Ich brauche nichts darüber herausfinden, weil es nichts zum herausfinden gibt als diese dämliche Kindergartenlogik. Diese Angst ist eigentlich mein Freund und will mich davor schützen, mich ständig zu überlasten.

Wir wurden lediglich verarscht zu glauben, dass Stress eine Bedrohung ist und müssen diesen Glauben korrigieren. Ohne Witz. Es ist traurig, weil es so subtil ist und wir uns so lange mit einem so leichten Zusammenhang schwer tun.

Es ist wirklich das schlauste, sich endlich mal mit wichtigen Dingen zu beschäftigen, mit dem hier und jetzt und damit, die Dinge zu tun, die dir Spaß machen und wichtig sind im Leben. Bleib hartnäckig und mach weiter mit dem was du liebst. Du magst erstmal lustlos sein und Dinge immer wieder abbrechen, aber bleib dran, es lohnt sich sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Wenn die Symptome kommen, dann bring ihnen diese einfachen Gedanken entgegen, das wird dich beruhigen und dann wirst du bald wieder Spaß an deinem Leben haben! Das sollte wirklich dein Ziel sein. Endlich wieder Spaß am Leben zu haben, das Leben genießen können. Das geht auch mit Angst. Konzentriere dich auf Freude, nicht auf deine Angst. Wir wissen doch mittlerweile, dass sie fehlplaziert ist und diese Aufmerksamkeit nicht verdient. Sie kriegt zu viel Aufmerksamkeit!
Sobald du deine Symptome wieder zu ernst nimmst und ihnen deine Wachsamkeit schenkst, bist du wieder am Zweifeln und wieder auf dem Weg in die falsche Richtung. Der Fokus muss von Innen nach Außen gehen. Damit beweist du deinem Körper, dass du ihm vertraust. Es geht wirklich nicht darum, Angst zu vermeiden, sondern sie zu verstehen und den Drang zur Analyse über sie gehen zu lassen, weil sie absolut keiner Analyse bedarf. Sie ist sowas von harmlos und eigentlich dein Schutzengel! Zumindest solange wie du sie nicht zum Teufel machst. Solange du diese Wahrheit verstehst und verinnerlichst, wird dir so ein Schleifen-Denken nicht mehr passieren. Dann wirst du dir sagen: "Meine Güte, ich sollte mich mal ausruhen, das sind aber heftige Symptome. Vielleicht sollte ich mir mal eine Auszeit nehmen oder mit meinen Freunden oder der Familie über meine Probleme reden." Und dann geht's ab in's Bett oder vor die Kiste, bis du dich wieder fit fühlst. Du kennst deine Grenze jetzt.
Sobald du irgendwann das Gefühl bekommst, dass die Beschäftigung mit dem Thema Angst keinen "Reiz" mehr bringt oder darüber mit Freunden zu sprechen, die sich wahrscheinlich wünschen dass sie wieder die alte Person haben, dann bist du auf einem guten Weg. Umso weniger Angst du hast, desto weniger interessiert es dich.

Weitere Erklärungen:


Ich weiß nicht, ob ich es deutlich genug gesagt habe:
DU MUSST AKZEPTIEREN und fest daran glauben,
dass der einzige Grund für die PS ist, dass du

Angst vor der Angst hast (auf einem höheren Niveau) - Angst vor Panik und Stress (zu Deutsch: Ich denke Angst bringt mich um)

Und dass die GAS ebenso NUR

Angst vor der Angst ist (auf niedrigerem Niveau) - Angst vor Stress (zu Deutsch: Angst ist scheiße unangenehm)

UND ABSOLUT NICHTS ANDERES! <- Ich würde das hier in Schriftgröße 203 schreiben...
Kein stressiger Gedanke, keine Menschen, kein Nichts kann einen zu einer so lange andauernden Überlastung führen. Deshalb ist es eine Angststörung. Ein gestörtes Verhältnis zur Angst. Mach dir da nichts vor. Normaler Stress ist nicht so übertrieben. Korrigiere dein Verhältnis zur Angst und du bist geheilt.
Und ich muss euch ganz ehrlich sagen. Der tägliche Stress, mit dem ich konfrontiert werde ist nicht zu verwechseln mit dem Stress, der die Krankheit mit sich bringt. Das sind zwei paar Schuhe. Mir geht es so, dass ALLES verglichen dazu ein Witz ist. Wurde vom Partner verlassen? Na gut, nicht so schlimm. Keinen Job mehr? Na gut, nicht so schlimm. Familienmitglied krank geworden? Schlimm und belastend, aber trotzdem kein Stress dieser Art.
Kein normaler Stress fühlt sich so an wie das, was du erlebst.

4.jpg   

Genau deshalb, weil beides die Angst v. der Angst ist, haben sie den gleichen Lösungsansatz (wie schon im ersten Post erwähnt), nur dass du bei der PS meist zusätzlich ein Trauma überwinden musst. (Aber nicht immer zwingend, manchmal reicht es den Stressüberschuss in den Griff zu bekommen. Wie gesagt - manchmal)

Nur weil die PS Angst vor Panik UND Stress ist, heißt es aber nicht, dass sie schlimmer ist. Beides führt auf seine Art und Weise zu sehr brutalen Auslastungen/starken Angstzuständen. Und noch einmal, liebe Freunde: Panik entsteht nur dann, wenn du Todesängste oder dich massiv in deiner Gesundheit bedroht fühlst.

Unterschied normaler Stress und dem, was wir haben?

"Krankhafter" Stress (im Grunde ja Angst) besteht aus Schleifendenken, alles andere ist normaler Alltagsstress und Dinge, mit denen jeder gesunde Mensch auch zu tun hat.
Es ist völlig losgelöst von dieser Störung und auf keinen Fall eine Ursache für Schleifendenken.

Also gibt es zwei Kisten:
Kiste 1: Schleifendenken
Kiste 2: Normaler Stress

Deine Vorsorge, damit das in der Zukunft nie wieder passiert?

Deine Vorsorge ist, dass du keine Angst mehr hast, dass es in der Zukunft wiederkommt. Aber zur Beruhigung: Falls es wieder kommt, wird es niemals wieder so erschütternd sein wie zu Anfang und du hast Stress-Bewältigung gelernt und eine Menge Stresstoleranz dazuerworben (vieles unterbewusst und auf Gefühlsebene, vertrau dir mehr).

Generelle Tipps gegen normalen Stress:

Außerdem nimmst du es dir besser zu Herzen, öfters Pausen zu machen und Zeit für dich alleine zu nehmen, einfach nur, um du selbst zu sein. Arbeite doch bei Gelegenheit mal an deinem Selbstvertrauen und lerne es einen gesunden Egoismus aufzubauen. Ich bereue es oft, dass ich viel zu viel Zeit in andere investiert habe und mich selbst vernachlässigt. Meistens war es die Mühe ohnehin nicht wert. Vor allem dann, wenn man versucht andere Menschen zu verändern. Man nimmt sie an, wie sie sind oder man lässt es. Bedinungslos. Wenn du dich über jemanden aufregst ist es ohnehin meistens eher so, dass du dir damit mehr selbst schadest, als der Person, auf die du sauer bist. Menschen kann man nur dann gesund verändern, wenn sie es auch wollen, aber dann brauchen sie Inspiritation und keine Ablehnung.

Höheres Niveau/Niedrigeres Niveau erkläre ich im folgenden:

1.jpg   

Es ist glaube ich selbsterklärend, dass Nervosität und der Stress ein niedrigeres Niveau haben als Furcht oder Panik. Sobald dein Stress über das Toleranzlevel hinausgeht, bildest du Schleifen (A v. A)

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Zusammengefasst: Dein Stresslevel liegt im Moment über dem Level, das du akzeptieren kannst. Entweder du senkst den Stress oder hebst das Toleranzlevel an. Am besten beides gleichzeitig. Am besten etwas schönes tun (Stress abbauen) und gleichzeitig nur an diese Tätigkeit denken (Vertrauen und Toleranz gegenüber der Symptome, ohne sie zu bekämpfen)

Was passiert sobald du es geschafft hast, dein Stresslevel unter dein Toleranzlevel zu bekommen? Dann ist doch alles geschafft oder?

Es kommt darauf an wie gut du akzeptiert hast. Du akzeptierst dann deinen momentanen Zustand, weil dein Toleranzlevel höher ist als dein Stresslevel. Aber es kann sein - je nach dem wie groß deine Furcht vor der Angst noch ist - dass du Angst hast, dass es wiederkommt. Dein Fokus verschiebt sich von der jetzigen Bedrohung, welche verschwunden ist, auf eine zukünftige Bedrohung und du erreichst in Kürze wieder das ursprüngliches Stressniveau. Und diese heftige Akzeptanz, in der du es auch zukünftig nicht fürchtest, kannst du nur im hier und jetzt erreichen. Die Angst vor der Krankheit muss verschwinden. Und zwar SO HEFTIG, dass es dich nicht einen Funken interessiert ob es wiederkommt. Du brauchst bitterste Akzeptanz.

Kein vermeidendes Verhalten.
Kein Vermeiden von ängstlichen Gefühlen, vom tiefsten Herzen auffordern schlimmer zu werden, wenn es sein muss.
Gedanken so sein lassen, wie sie sind.

Am besten ist es, wenn man es schafft, den Drang zu analysieren aufzugeben, weil die Aufmerksamkeit für diese Sache vermittelt deinem Körper wieder das Signal, es wäre es wert, darüber nachzudenken. Entscheide wieviel Wert diese Analyse hat. Entweder du glaubst diese Logik, verstehst sie und vertraust danach oder du forschst weiter und wirst prinzipiell sowieso nichts anderes als das herausfinden, was Jeff und ich hier sagen.

Also du musst deinen AKTUELLEN ZUSTAND SO SEHR AKZEPTIERT HABEN, DASS ES DICH NICHT STÖREN WÜRDE, WENN ER WIEDERKOMMT.

Entscheide dich jeden Moment dafür, ins "offene Messer zu laufen". Entscheide dich dafür, das zu tun, was du fürchtest.
Deine momentane Auffassung von dem, was diese Angst auslöst, ist weit weg von jeder Realität. Wie ich gesagt habe, nur die Angst vor der Angst löst das aus. Wenn du etwas tust, dann erinnere dich daran, dass es lächerlich ist zu glauben, dass genau diese Sache die Angst auslöst und tue es dann! Sobald du diese Sache tust, obwohl du innerlich noch glaubst, dass es diese Angst auslösen könnte, ist das sehr starke Akzeptanz. Das ist wie bei Panikattacken, keine Logik hilft, um es zu überwinden. Du musst auch deinem Gefühl durch diese Konfrontation mit deinen Ängsten zeigen, dass es dort nichts zu finden gibt und dass du dich nicht mehr fürchtest. Solange du rennst, wirst du die Wahrheit nie erkennen, das ist bei der PS so und auch bei der GAS. Ich erinnere mich daran, dass die Panik mit einem Mal erledigt war, als ich akzeptiert hatte und auf die andere Seite ging. Was passiert mit der GAS dann wohl, wenn du auf die andere Seite gehst? Sie ist auch nur Angst vor der Angst.
Es braucht Mut und Vertrauen, aber du wirst gewinnen. Renn darauf zu, nicht weg.

Ich möchte dich auch noch daran erinnern, dass die Angst nicht schlimm ist. Sollte jedem klar sein, der die PS überwunden hat durch Jeff's Methode. Sie ist eine Fahrt auf der Achterbahn und das ist der schlimmste Punkt, an den du kommen kannst. DU machst sie zum Monster, mit der negativen Auffassung die du ihr gegenüber hegst.

(GAS) Hauptsymptom Grübeln:

Findest du dich darin wieder? (Das sind nur Beispiele wie sie bei mir waren)
- Du denkst dir hypothetische Situationen aus und überlegst, wie du sie optimal bewältigen könntest, um unangenehme Gefühle zu vermeiden. (Was wäre, wenn ich gefeuert werde, meine Freundin mich enttäuscht, XYZ passiert?)
- Du zerdenkst deine Gedanken und manipulierst sie ständig, damit sie nur noch gute Gefühle und Entspannung bringen. Doch das wird nie zu 100% möglich sein, weshalb auch dein Sorgen kein Ende haben kann.


3.png 
Das Grübeln ist NUR ein Symptom, genauso wie deine Gefühle und lässt sich nicht auf Knopfdruck stoppen, solange die auslösende Angst nicht verschwunden ist (A v. A). Es gibt keine Möglichkeit es direkt zu bekämpfen oder stoppen zu wollen. Wie gesagt, das wäre ja nur wieder kampf, aber wir wollen Akzeptanz. Du sollst dich nicht manipulieren, du sollst verstehen und loslassen.
Akzeptiere deine Gedanken als Symptome und fang an den wirklichen, ursprünglichen Konflikt ins Auge zu fassen.
Wir wissen, dass das Sorgen das ist, was die Kraft kostet und am Ende zu den Überlastungssymptomen führt, aber wie gesagt: Es direkt zu bekämpfen geht nicht.
Was du entscheiden kannst, ist dass du Vertrauen darin hast, dass es nur Symptome sind, und dass das Grübeln völlig sinnlos und am Ende kontraproduktiv ist. Einfach diese Sinnlosigkeit dahinter zu erkennen und durch das Verständnis die weiße Fahne zu hissen, indem du deinen Gedanken den Frieden erklärst, bringe ihnen gegenüber mehr Verständnis auf. Wenn du gegen dich selbst kämpfst, gibt es nur eine Person, die verlieren kann.

Es ist ein bisschen so als hättest du Schmerzen und würdest den Schmerz verfluchen und ihn versuchen auszuschalten und mit Schmerzmittel zu bekämpfen. Am Ende liegt das Problem aber tiefer und kann auch nur dort behoben werden. Die Zusammenhänge sind einfach, aber weil die Symptome so überwältigend und verwirrend wirken, schaffen wir es meistens nicht diese als das zu erkennen. Lass dich nicht verwirren und in Grübeleien nach einer Ursache reintricksen! Einfach vertrauen und loslassen.
Jap, im Grunde ist die Suche nach einer Ursache und die Vermeidung der Grund, wieso es zur Überlastung kommt und es dir Sche*ße geht. Wenn du irgendwann das Verständnis und das Vertrauen hast, wirst du diesen Drang sinnlos zu Analysieren überwinden können und dich somit entlasten. Meistens dann, wenn dein Stressniveau sinkt, denn Zustände der Angst lösen automatische Gedanken aus und lassen dich empfindlicher auf Reize reagieren (meist auf innerliche Regungen, die dich erschrecken), was es nicht gerade einfacher macht zu akzeptieren.

In Wirklichkeit hast du wahrscheinlich das größte Problem mit dem Symptom des Symptoms. Hä?
Also ein Problem mit den Überlastungssymptomen deines Grübelns.
Kein Wunder dass da die Gedanken als erstes als schwarzes Schaf in betracht kommen, oder? Der wirkliche Grund ist gut getarnt und versteckt sich hinter der Inakzeptanz der Gedanken.

Akzeptiere die Gedanken als Symptome.
Akzeptiere die Überlastungssymptome und Angstsymptome vor denen du dich am liebsten verstecken würdest.

- Analysieren ist eine aggressive Art der Bekämpfung zur Problembehebung -

Was unterscheidet uns von "normalen" Menschen?

Unsere unangebrachte Reaktion auf Stress und unser momentaner sensibiliserter Zustand.

 
5.jpg
Das war's, das ist alles. Wir fühlen uns manchmal wie ein Alien, das die Welt ganz anders wahrnimmt oder sich komplett anders verhält, aber da musst du jetzt ein bisschen das Mysterium rausnehmen und diese seltsamen Gefühle als Teil deiner Erschöpfungssymptome erkennen.
Ich kenne das auch, wenn ich in den Supermarkt gehe und ich alles ganz scharf wahrnehme und eine Art Reizüberflutung bekomme oder an anderen Tagen alles so düster wirkt und komisch. Sind nur Symptome, merk dir das. Stress baut sich recht schnell ab.

Das was du jetzt bist, ist deine Persönlichkeit überhäuft mit Angst. Sobald diese Angst verschwindet, bist du wieder komplett du selbst, so als wäre nie etwas passiert. Du bist kein anderer Mensch geworden.

Kleiner Abstecher zu Agoraphobie:
Die Angst, die du hast, ist die Angst vor dir selbst. Du hast nur Angst, dass sie dadurch ausgelöst wird, dass du an bestimmten Orten bist. Is wieder mal nicht wahr.

Es ist generell ja so, dass es zwei Arten von PS gibt. Mit Agoraphobie und einmal ohne.
Menschen, die in der Zeit ihrer ersten PA z.B. in nem Einkaufszentrum waren, haben diesen Ort mit in ihr Trauma eingeprägt und versuchen alle Situationen, die sie daran erinnern zu vermeiden, als hätte dort ein Angriff von einem wilden Tier stattgefunden.
Wenn du alleine zuhause warst, dann ist es wahrscheinlicher, dass du keine Agoraphobie hast.

Ich bitte dich wirklich darum immer die Einfachheit hinter den Dingen zu sehen. ~


Nochmal eine Erinnerung an den genialen Kommentar von kgunst (er ist geheilt):

Wenn du Angst davor hast, wird es niemals verschwinden, dann wirst du dich NIEMALS erholen. Du musst an den Punkt gelangen, an dem sich ängstlich zu fühlen bedeutungslos für dich wird. Dir ist es egal ob es passiert oder nicht.

Ich glaube, dass diese extremen Formen der Empfindungen von Angst oder Panik nur dann auftauchen können, wenn man sie fürchtet. Hätttest du wirklich keine Angst vor den Empfindungen, dann würden sie nie wieder auftauchen. Du würdest sie vielleicht fühlen, wenn du wirklichem Stress oder einer wirklichen Gefahr ausgesetzt wärst, aber die Empfindungen selbst würden bedeutungslos sein und KEINE ANALYSE mit sich bringen.

Merke dir immer, dass der Teufelskreis durch die Furcht am Leben erhalten wird. Verliere die Furcht und der Teufelskreis ist zu Ende.

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Noch eine Sache, die kgunst erst vor kurzem gesagt hat:

Angst ist wie wenn du mit einer Maus in einem Zimmer bist und du dir einen Stuhl holst und dich mit einem Besen drauf stellst, um die Maus zu bekämpfen. 

Das ist ja so wahr!


Du fragst dich: Was soll ich jetzt tun?
(GAS nach und während PS)
wie gesagt Panikstörung = GAS + PS
Bei der PS musst du nur 2 Dinge tun: Aufhören deine Symptome als Lebensbedrohlich zu empfinden + auf die andere Seite gehen. Es ist wirklich noch einfacher als es sich anhört.

1. Verstehe: Es ist die Angst vor der Angst. Nichts anderes, das musst du zu 100% glauben. Also tut NICHTS anderes es auslösen, kein Baum, kein Spiel, kein Film, keine gemeine Person ist es, die diese übertriebenen Gefühle auslöst. Verabschiede dich von dieser Fantasievorstellung, dass irgendetwas anderes es auslöst. Nix in deinem Alltag kann das. Es gibt keinen weiteren Grund dafür, als dass du die Art wie du im Moment fühlst nicht magst und es weghaben willst, und das auch für die Zukunft.

2. Hör auf die Symptome zu befürchten. Herzsprünge, Magengrummeln sollten kein Grund zur Besorgnis mehr sein. Lass dich auch von anderen Symptomen wie Unwirklichkeit nicht beeindrucken.

3. Was passiert gerade, was mache ich falsch? (wie füge ich die 2te Furcht hinzu?):
Es ist die Angst vor der Angst. Okay, dann gehen wir dieses Problem mal an. Es gibt in der Psychologie dieses Dreieck zwischen Verhalten/Gedanken/Gefühlen. Alles beeinflusst sich gegenseitig.


Was tue ich, um die Angst zu vermeiden:

1. Gedanken: Grübeln, analysieren. Vergangenheit - Ursache, Zukunft - Vermeidung. Im Grunde ist beides Vermeidung, weil du bei der Suche der Ursache eine Antwort willst, um es in der Zukunft vermeiden zu können.
2. Verhalten: Tätigkeiten vermeiden, von denen du denkst, dass sie Angst auslösen könnten.
3. Gefühle: Versuchen vor deinen Gefühlen wegzurennen (z.B. durch Ablenkung)

=> All diese Dinge bringen dich dazu, dass du glaubst dass es einen guten Grund gibt für die Angst, zu existieren. Sonst würdest du dich so nicht verhalten oder? -> Das bringt die Furcht dazu, überhaupt zu existieren. Ohne Scherz jetzt. Das ist diese zweite Angst in der Angst vor der Angst.
Furcht führt zu Vermeidung und Vermeidung führt zur Furcht.
Genauso wie ängstliche Gedanken ängstliche Gefühle auslösen, so tun ängstliche Verhaltensweisen ängstliche Gefühle auslösen.


4. Was sollte ich jetzt tun?: Freunde dich an

Was ist das Gegenteil von Furcht und Vermeidung (Symptom von Furcht)? Es ist Akzeptanz. Was ist angewandte Akzeptanz? Meistens ist es das Gegenteil von dem, was du sonst tust. Klettere aus deiner kleinen Scheinwelt raus und lass dich nicht verarschen.

1. Gedanken: Verstehe dass die Suche nach einer Antwort und die Beschäftigung damit immer Vermeidung ist. (außer natürlich du bist schon geheilt)
2. Verhalten: Tue alles, auch wenn du glaubst dass es deine Furcht auslösen könnte.
3. Gefühle: Lass alles so sein wie es ist. Die Symptome z.B. da sein lassen, ohne zu vermeiden (z.B. Analyse hinzuzufügen oder die Tätigkeit deshalb aufhören)

Man könnte sagen, du musst dich deiner Angst stellen. Es ist klar, dass in dem Moment dann mehr Angst kommt, weil du dich erstmal selbst überzeugen musst, dass dort nichts ist.

Also was macht es so schwer und wieso zweifeln wir immer wieder daran, dass es die Angst vor der Angst ist?
Weil die vermeidenden Verhaltensweisen diese Angst AUSLÖSEN!
Also wenn du etwas tust, und du Angst hast, dass dadurch die Angst kommt, dann wird sie kommen - das bestätigt dich wiederum, dass diese Sache also der Auslöser sein muss - is aber nicht Wahr, es ist die Angst davor, dass es der Auslöser ist, die dafür verantwortlich ist.
Mit jedem Mal, in dem du vermeidest, bestätigst du dir die Richtigkeit deiner Vermeidung wieder.

Und wenn du also weißt, dass die Aktivität selbst keine Furcht auslöst und nur der glaube es könnte es auslösen die Furcht auslöst, dann wirst du irgendwann in der Lage sein dieser Angst entgegenzutreten, bis die Wahrheit ans Licht kommt, dann wirst du dich erinnern, wie du früher in dieser Situation gefühlt hast. Wenn du Angst fühlst, dann will ich dass du sagst: KOMM DOCH. LOS!

Du musst an einen Punkt kommen, wo du das Thema loslassen kannst.


5. Fang an deine Krankheit lockerer zu sehen. Wenn du dir ganz ehrlich denken kannst: "Tse, dann habe ich diese Symptome und Gefühle halt für immer, und wenn schon.", dann bist du sehr weit gekommen.
FREUNDE DICH MIT DEINER KRANKHEIT AN!!!

Beispiel dafür, was keine Akzeptanz/Freundschaft ist: Du sollst es nicht nur aushalten oder damit "leben lernen", weil dann tust du vielleicht eine zweite Furcht hinzufügen oder so tun als wäre es nicht da. Das wird nichts bringen, du musst wirklich Sympathie entwickeln.

Ich meine: Ja klar, diese Symptome sind stark gewöhnungsbedürftig und das alles drumherum. Etwas das von Natur aus unangenehm sein soll, sollst du jetzt mögen? In kleinem Maße ist das ja auch kein Grund zur Besorgnis, richtig?
Nur in dem Maße wie unser Stresslevel momentan ist, finden wir das verdammt schwer.
Unser Trost dabei ist einfach nur: Mit dir ist nichts los, das ist vorrübergehend, es gibt Schlimmeres, und der Gedanke: Ich sollte mich verdammt nochmal ausruhen, anstatt noch mehr Angst hinzuzufügen.

Aber schlimmer wie es jetzt ist, kann es nicht mehr werden. Außerdem tut nichts Alltägliches wie gesagt solche krassen Angstzustände auftreten, sei also beruhigt für die Zukunft. Dass du deinen Stress generell im Leben nicht überhand gewinnen lassen sollst, und lieber genießen, ist klar, aber das ist eine andere Geschichte und hat wie gesagt nichts mit deinem jetzigen Zustand zu tun. Und ich erzähl dir mal etwas, das vielleicht beruhigend ist. Ich glaube ich hatte es schonmal erwähnt.

Folgendes: Du hast Stress gehabt, zu viel, zu lange und dann hat's nen Knall getan. Stressattacke!
Wir hatten in diesem Moment eigentlich die Wahl zwischen zwei Optionen:

1. Oh mein Gott, ich sterbe, ich werde verrückt, ich bin krank, ich kriege keine Luft mehr (etc.)!  = Stress + Angst
oder
2. Oh, verdammt nochmal! Es ist eine Stressattacke. Jetzt lege ich mich lieber mal hin. = Stress - Angst

Von nun an hast du die Wahl: Entscheide dich ab jetzt für Option 2 wenn du gestresst bist und dir wird sowas langfristiges nie wieder passieren.

Damit dein Leben generell schön ist, kannst du dich natürlich um dein Stress-Management kümmern. Mal ehrlich, alleine das Wort Management lässt es sich nach einer Menge Arbeit anhören. Nein, kümmere dich um dein Wohlergehen, du bist die wichtigste Person in deinem Leben.


Mach's nicht kompliziert, merke dir einfach nur "Freundschaft und Akzeptanz" und wende das auf JEDEN BEREICH deiner Ängste an.


-neu-

Vielleicht die wichtigste Info für Akzeptanz überhaupt:
Das hier ist ESSENTIELL! Und nicht zu unterschätzen. Solange du in deinem Kopf lebst, wirst du nicht heilen.

Den Fokus von Innen nach Außen lenken (die Aufmerksamkeit von seinem Körper auf etwas Äußeres lenken und dem Inneren vertrauen, das, was ich vorher Ablenkung genannt hatte). NICHTS ist mit dir los, als dass du ständig auf deine Symptome reagierst. Und nochmal NICHTS Äußeres löst Angst aus.

Jede Art von Aufmerksamkeit für dein inneres Befinden ist Inakzeptanz.
Du musst deinem Körper vertrauen, dass nichts ist.

D.h. kümmere dich darum, dass du aus deinem Kopf kommst.  Damit tust du automatisch die zweite Furcht abschneiden.
Du weißt... ich meine dieses dritte Auge das nach Innen schaut. Das Hineinhorchen signalisiert deinem Körper, dass die "Gefahr" noch nicht vorüber ist.
Wenn du das aufhörst und vertraust, wird sich die Schleife so langsam lockern. Is ehrlich so.
Nochmals: Das ist SEHR effektiv und wirkt ziemlich schnell.

Ok, sagen wir es mal unverschönt: Angst geht uns allen auf den Sack. Aber es ist ne Sache, die normalerweise unbeachtet nach kurzer Zeit verschwindet.

Lass dich nicht entmutigen, dass die Angst bei dem Ausführen einer Tätigkeit immer wieder kommt und dieses "nach innen Linsen", diese beiden Dinge hängen eng zusammen. Das wird nachlassen. Reagiere so wenig wie möglich und vertraue dem Inneren. Sag dir wenn du nach innen schaust einfach: Da ist nichts zu finden.
Und dann versuche dich wieder auf die Sache zu konzentrieren.
Mach das immer und immer wieder. Irgendwann hast du die Wahrheit vor Augen und es wird einfacher. Dann wird die Angst nicht mehr genährt und du heilst. Es funktioniert verdammt schnell! Es ist erstaunlich. Versuch es mal für dich. schrottttttxD.png 


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