Panic Attacks Message Board
Register  |   |   |  Latest Topics
 
 
 


Reply
  Author   Comment  
JustElliot

Registered:
Posts: 367
Reply with quote  #1 

Panikstörung und Generalisierte Angststörung. Infos zum Herstellen des Normalzustandes ohne Medikamente. * neuer Titel

Zu erst einmal: Ich rate jedem Angstpatienten erst einmal die Symptome mit seinen Ärzten abzuklären, um körperliche Ursachen auszuschließen (z.B. Schilddrüse, Herz), um sich ohne Zweifel auf die Methode einlassen zu können.
Sich sicher zu sein, dass du es NUR mit der Angst tun hast ist essenziell. 
Zweifel sind Gift für die Methode.

Warnung vorab: Die Ursache für PS und GAS sind SEHR... unkompliziert.

Fangen wir an: PS

Du hattest eine stressige Zeit und hast zu wenige Pausen gemacht, um den Stress abzubauen.


Nachdem du dann zu viel angestauten Stress hattest, gab es eine ungefährliche Panik-ähnliche Stressattacke, bei der du fälschlicher Weise dachtest,  du würdest sterben (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, …), anstatt zu erkennen, dass das nur ein sehr heftiges Zeichen deines Körpers war, das sagen wollte: Jetzt mach endlich mal eine Pause!

Das heißt, du hast wegen der Stressattacke Panik bekommen, weil es plötzlich kam und heftig.

Dieser Moment hat sich als Trauma in deinen Kopf gebrannt. Seitdem fürchtest du, dass Panik dich umbringen könnte, du hast panische Angst vor der Angst.

Deshalb hörst du in dich hinein, um ständig nach der Gefahr zu lauschen, die scheinbar von dir selbst ausgeht. Jeder winzigste Funken Stress und jegliche Veränderung in deinem Körper wird als mögliche Gefahr gedeutet. Der Fokus geht nach Innen.

 

Es ist eine Gefahr, die nicht existiert, weil Panik und die Stressattacken ungefährlich sind, höchstens unangenehm. Die Angst ist irrational. Du bist ohne Grund ständig in Alarmbereitschaft.

(Nochmals: Dass die Symptome ungefährlich sind ist essentiell zur Überwindung, das musst du glauben. Meist ist das hier die erste Hürde.)

 

Das kannst du jetzt zu 100% logisch verstehen, aber dein Körper wird dir die Wahrheit nicht glauben, bis er es selbst erlebt hat!

 

Jetzt hast du wahrscheinlich von Jeff seiner Methode gehört. Eine Methode, die dich an die Spitze einer Panikattacke bringt, um dieses Trauma zu durchleben und zu „überschreiben“, indem du (auch gefühlsmäßig) siehst, dass absolut keine Gefahr davon ausgeht.

 

Panik ist nichts weiter als ein „Stromschlag“, nur Aufregung, die dich normalerweise bereit machen soll, um von einer (äußeren) Gefahr, wie z.B. einem wilden Tier, wegzurennen. Doch du kannst nicht rennen, du denkst dein eigener Schutzmechanismus könnte dich umbringen (etwas Inneres). Der Witz ist: Du kannst nicht vor dir selbst wegrennen, sie ist absolut nutzlos in deiner Lage.
Selbst wenn eine Gefahr aus dem Inneren bestehen würde, könnte sie dich nicht beschützen.

 

Nun möchtest du wahrscheinlich, dass sie kommen, damit du sie akzeptieren kannst, damit sie letztendlich verschwinden, richtig?
Das ist Vermeidung. Und jede Art der Vermeidung ist Zeitverschwendung. Es wird nur länger dauern.

Du musst es so sehr satt haben, dass du in diesem Moment der Panik lieber sterben würdest als dein Leben von einer irrationalen/unangemessenen Angst kontrollieren zu lassen, und dann bist du bereit, um auf die andere Seite zu gehen, wo die Wahrheit auf dich wartet. Alles andere ist Vermeidung und Kneifen. (Du versuchst Akzeptanz als ein Werkzeug zu benutzen, um sie verschwinden zu lassen. Akzeptanz ist kein Werkzeug, kein Schritt 1, 2, 3 Plan, sondern ein angewandtes Verständnis und Vertrauen, um das erregte Nervensystem zu beruhigen und dadurch auf ein normales Level zu bringen.)

Mir persönlich hat es geholfen an einen Ort zu gehen, wo ich wusste, dass er Panik auslösen würde. (Solange du eine Panikstörung hast wird sie so oder so irgendwann kommen. Das brauchst du nicht erzwingen -das ist wieder Vermeidung-, sie kommen ohnehin am liebsten dann, wenn du sie nicht willst).

Und so geschah es dann auch. Als es mal wieder anfing entschied ich mich dafür, an einen anderen nahegelegenen Ort zu gehen, an dem ich unmöglich Hilfe bekommen könnte, falls ich wirklich sterben müsste. Damit zeigte ich meinem Körper, dass es mir dieses Mal ernst ist, dass ich keine Angst habe zu sterben.

Ich gab also auf, erlaubte ihr, mich umzubringen. Ich sagte: Na los! Mach schon, zeig‘ mir was du kannst! Du kannst eh nichts, du bist ein Bluff, also lüge nicht! Und erlaubte es die komplette Kontrolle über mich zu erlangen und jede Faser von mir zu durchtränken.

Was dann passierte war interessant. Du findest heraus, dass es niemals einen Grund gab, um Panik zu fürchten, weil sie keine Gefahr darstellt.

Wenn ich zurückschaue würde ich sagen: Verstehe was es ist (der Glaube, dass Panik dich umbringen kann – Angst vor dem Angstzustand – kein Scherz, das ist der ganze Zauber), dass es eine irrationale Angst ist, weil sie das nicht tun kann. 10000 Leute haben es gemacht und haben es überlebt. Dann durchlebe es. Sobald du auf der anderen Seite bist gibt es keinen Grund weiter zu analysieren. Vielleicht wunderst du dich im Nachhinein - so wie ich -, wieso es funktioniert hat und versuchst es zu analysieren. Völlig unnötig.

Du hast deinem Nervensystem (NS) lediglich bewiesen, dass es keine Gefahr gibt. Verkompliziere es nicht.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dann kümmere dich um andere Dinge und gib deinem erregten NS, das durch den Stress etwas komische Symptome erzeugt, ein Zeichen dass alles in Ordnung ist und Zeit, sich zu stabilisieren. 
Denn wenn du zu Symptomen der Unruhe noch mehr Unruhe hinzufügst, kann es sich nur schwer beruhigen. Dadurch entsteht die konstante Unruhe, ein andauernder Stresszustand, bis du ihn in Ruhe lässt. Kein Öl in's erlöschende Feuer schütten. Nehme es an wie es ist und lass es gehen. Nur eine chemische Imbalance durch Stress. Hör auf darüber nachzudenken WIESO. Ist ja klar wieso.

Am Rande ein paar Symptome (es gibt noch viel mehr davon): Kalte und heiße Schauer aus Angst, Anspannung, Unwirklichkeit, Depersonalisierung, Hyperfokussierung und übertriebene Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge im Körper sind solche Symptome, die mir gerade spontan einfallen. Es gibt ein Haufen von denen. Ich möchte nichts schön reden. Ich weiß wie unerträglich sich solche Zustände anfühlen und es wird wahrscheinlich kein Außenstehender vollständig nachvollziehen können.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

also weiter im Text...

Du kannst den Wunsch, die Angst verschwinden zu lassen (also in jeglicher Art zu versuchen zu vermeiden) wahrscheinlich nicht kontrollieren, weil das Trauma dich im Griff hat. Es sind automatische Handlungen/Gedanken.

Aber du kannst die nächste Panikattacke als Gelegenheit nutzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und die ursprüngliche Angst (deine Fehleinschätzung) aufzulösen.

 

Kein Wegrennen, kein Kneifen! Nutze die Gelegenheit sobald es geht!

(Keine Vermeidung, kein Ort, der dir Sicherheit vermittelt, keine Person, bei der du dich wohl fühlst, rein gar nichts was dir sonst (angeblich) helfen würde. Tu das, was du glaubst würde die schlimmste Panikattacke deines Lebens hervorrufen, sobald sie angefangen hat).

 

Nochmal wichtig: Sei bereit zu sterben. Wir wissen alle, dass es nicht passieren kann/wird. Und wenn du denkst, dass es so schlimm ist, dass du es gefühlsmäßig nicht mehr aushalten kannstund du die Wand aus Furcht spürst, durch die du nicht gehen willst, das ist der Moment in dem du versuchen musst dich auf die andere Seite zu bringen, indem du versuchst, es so schlimm zu machen wie es nur geht. Du musst immer weiter drücken und es herausfordern, irgendwann kommst du an. Für mich war es eines der schönsten Erlebnisse überhaupt. Es geht schneller als du wahrscheinlich glaubst. Eine PA dauert nur höchstens ein paar Minuten. Mach einfach weiter bis sie keine Lust mehr hat da zu sein.

Du wirst wissen wenn du dort bist. Du wirst etwas friedlicher, weil dein du es deinem NS bewiesen hast.

Sag dir bei der nächsten Attacke, dass du nicht gehen wirst, bevor du es bis zum Ende durchgesehen hast. Die Panik geht, bevor du gehst.

Vertraue der Panik. Sie ist dafür gedacht dich zu retten, nicht dich umzubringen.

Vielleicht weißt du das schon: Panik kann nicht ins Unendliche steigen. Sie steigt an einen Punkt und von dort aus kann es nicht mehr werden. Diesen Punkt hat so ziemlich jeder von uns erlebt. Du hast das Schlimmste also wahrscheinlich schon hinter dir, immer und immer wieder. Du hast es mental geschafft und körperlich jedes Mal überlebt. Das nächste Mal wird keine Ausnahme sein.
Ich wünsche dir den Mut, um an diesen Punkt zu gelangen. Wenn du dich fürchtest, denk daran dass du nicht alleine bist, wir sind alle bei dir. Ich war auch in deiner Situation.

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

!Und tu dir einen gefallen!: Sobald du durch bist, versuch einfach die Analyse sein zu lassen. Es gibt nichts, das du herausfinden kannst. Du hattest nur panische Angst vor Panik und bist jetzt noch sensibilisiert. Stress ist temporär, wenn du ihn nicht mit noch mehr Anspannung fütterst. Ich weiß du wirst dich danach wahrscheinlich wundern wieso es funktioniert hat.
* (falls du nicht loslassen konntest... lese weiter unten)

Du wirst zwangsläufig immer noch etwas sensibilisiert sein, weil Stress in der Regel ein paar Tage braucht, bis das Adrenalin abgebaut ist. Anhaltende Symptome von Stress sind nur ein Zeichen dafür, dass du anfängst Öl ins Feuer zu kippen. Nichts ist mit dir los. Du bist nur ein bisschen gestresst von der vielen Panik, weshalb dein NS absolut sinnlose Signale von sich gibt. Nehme diese Signale nicht ernst, erkenne ihnen jeglichen Respekt ab. 

Typischer Gedanke: "Es muss doch eine Gefahr geben, sonst würde ich mich so nicht fühlen." 

Versuche das Thema abzuschließen und mach' etwas Schönes, verliere dich darin. Die Entspannung kommt von alleine. Es geht wirklich verdammt schnell, falls dich das beruhigt. Hab einfach Vertrauen darin und in deinen Körper. Wenn die Desensibilisierung/Abbau von Stress länger dauert, weißt du, dass du nicht vollkommen loslässt und wieder (vielleicht unbemerkt) Spannung aufbaust.

Akzeptiere jedes Symptom als temporär und komplett normal für einen erregten Geisteszustand. Höre auf weiter darüber nachzudenken, ob es nicht doch vielleicht einen anderen Grund dafür gibt, dass es dir so geht. Es gibt keinen.

Sensibilisiert zu sein bedeutet auch, dass du leichter auf Empfindungen, Reize usw. reagierst, du bist noch in Alarmbereitschaft wie als wärst du in der Wildnis und Wachsam nach Gefahr. Das musst du tolerieren. (Unser System ist ein bisschen veraltet)
Und wenn Gedanken aufkommen, dann weißt du, dass sie dich vor einer nicht existierenden Gefahr beschützen wollen, also ohne Bedeutung sind (keiner Analyse bedarf). Lass sie einfach gehen, ohne ihnen etwas entgegenzusetzen. Es sind nur Symptome von vorübergehendem Stress und Sensibilisierung. Absolut harmlos, nur irritierend. Nichts das man beachten braucht oder gar sollte.
Egal mit was dich der Körper terrorisiert, lass es sein sich darüber zu sorgen.

 

Konzentriere dich auf die AUSSENWELT, nicht auf deinen Körper. Ihm sollst du vertrauen. So wachsam darüber zu sein wie es im Inneren aussieht ist Misstrauen und füttert den Glauben, dass etwas mit dir nicht stimmen würde, dass die „Gefahr“ noch nicht vorüber ist und du immer noch in Alarmbereitschaft sein müsstest, falls "es" (die Pseudogefahr) wiederkommt.
Du wirst erst zur Ruhe kommen, wenn du deinem Körper bewiesen hast, dass es keine Gefahr gab/gibt und deshalb auch keine Schutzmaßnahmen (Angstreaktion) getroffen werden müssen, indem du den Fokus von deinem Körper weg lenkst und damit Vertrauen und Aufklärung (des Konflikts) beweist.
Kein „drittes Auge“, das ständig nach Symptomen und Empfindungen Ausschau hält. Damit verringerst/stoppst du die Reaktion auf deine Symptome, das was ich vorher mal zweite Furcht nannte. (Das solltest du ruhig auch schon während der PS trainieren, manche werden dadurch spontan geheilt (z.B. mein bester Freund), falls nicht, dann gehst du bei der nächsten Gelegenheit einfach auf die andere Seite, dann ist das Problem auch gegessen.)
Nachdem du auf der anderen Seite gewesen bist kann es sein, dass du immer noch ein paar Mal Panik bekommst. Das passiert so lange, wie du mit gesundheitlichen Bedenken auf deine Symptome reagierst. Panik ist immer ein Zeichen von Todesangst oder zumindest Angst dass deine Gesundheit angegriffen wird. Sobald du vertraust, wird das aufhören. Passe dein Angstlevel durch eine angebrachte Reaktion an. Beruhige dich lieber.

Nach Innen zu schauen bedeutet IMMER dass du nach einer Bedrohung Ausschau hältst* und bedeutet deshalb IMMER Inakzeptanz. Wenn der Fokus nach Innen wandert sag dir: „Es gibt hier nichts. Das ist doch lächerlich.“ Versuche dich davon zu überzeugen und es vielleicht in's Witzige zu ziehen. Konzentriere dich dann wieder bestmöglich und auf angenehme Weise, ohne Zwang, auf etwas anderes und verwende die überschüssige Energie durch die Angst da rein, also in etwas Positives. Fall nicht immer wieder auf diesen Bluff rein.

* oder durch Testen des momentanen Zustandes, ob die jeweilige Sache Angst auslöst. (mehr dazu weiter unten)
Sobald geklärt ist WAS es ist und dass es ungefährlich ist - das Gewissen beruhigt -, ist die Suche nach der Ursache REINE Vermeidung. Du willst die Ursache finden und dann strategisch diese angeblichen Auslöser vermeiden, weil du den jetzigen Zustand weder jetzt noch in der Zukunft haben möchtest - ist ja unangenehm, mehr aber auch nicht. Doch genau diese Vermeidung ist es, die die Sache am Leben hält.


Tu so als hättest du kein Problem (eigentlich ist es die Wahrheit) und lebe dein Leben einfach weiter, ohne dich von dem Zustand beeinflussen zu lassen. Tu das, was du tun würdest, wenn du "gesund" wärst. Eigentlich bist du es, aber du fühlst dich noch nicht so. Das ist okay.

Das Problem ist gelöst.

Es ist meiner Meinung nach DIE Methode, um sich zu stabilisieren. Die Symptome werden von alleine immer schwächer, weil du ihre Grundlage wegnimmst.

-----

Ich habe mal die Frage gelesen: "Sollte ich warten bis ich desensibilisiert bin, bis ich dann wieder meine Aufgaben mache und schöne Dinge tue?"
Meine Antwort ist: Nein! Du solltest es machen, ohne dich von deiner unangebrachten Angst beeindrucken zu lassen. Genau da liegt ja das Problem. Zu glauben etwas wäre mit dir ist das Problem. Und zu glauben du könntest etwas deswegen nicht machen.
Zu tun, was man will (egal was), ohne auf die Angst zu reagieren oder ihr Glauben zu schenken IST die Desensibilisierung. Weil du angemessen reagierst und dein Angstlevel sich anpassen wird. Unten in Englisch steht die Erklärung dazu wieso. Beobachte wo du Dinge vermeidest, schau genau hin, und hör auf damit.

------

Kleiner Ausflug "Löst das hier die Angst aus?": Du willst dich auf etwas konzentrieren (z.B. Hobby, TV), aber hast Angst davor, dass es die Angst auslöst... also lässt du es lieber bleiben.

Du wusstest früher nicht, dass es die Angst vor der Angst war. Also kam absolut alles als Auslöser in Frage. Du hast Angst bestimmte Dinge zu tun, weil du denkst sie könnten die Angst auslösen. Vielleicht glaubst du das auch jetzt noch. Doch das ist Unwahr.
z.B. beim Fernsehen... Etwas Trauriges macht traurig, etwas Unschönes wühlt auf, aber es ist nicht das wovor du dich fürchtest. Dort verwechselst du normale Reaktionen und interpretierst sie als erste Anzeichen für Angst und denkst dir dann "Oh nein, da kommt sie wieder." (= A v. A) Das schaukelt sich dann auf, bis du mit der Sache aufhörst und sie als Auslöser dastehen lässt.

Absolut nichts löst die Angst aus, außer die Angst davor, dass etwas sie auslöst. <- der wahrscheinlich wichtigste Satz. Ihn musst du verstehen.
(Außer vielleicht mit einem wilden Löwen zu spielen [tongue])

D.h. wenn du diese Tätigkeit mit Angst in Verbindung setzt oder Angst hast dass es sie auslösen könnte, dann ist das schon die Angst, die du fürchtest.
"Oh mein Gott, was ist, wenn das die Angst auslöst?" (A v. A)
Und siehe da! Da ist sie schon. 

(Der Test/diese Worte selbst sind Ausdruck deiner Angst vor der Angst. Denn wenn du keine Angst vor dem Angstzustand hättest (weil er unangenehm ist oder sonst was), dann würdest du den Test gar nicht erst machen, weil es dir egal wäre) Du verstehst den Punkt oder? Angst muss dir egal werden. Nimm ihr die Kontrolle über dein Leben ab.
Das nimmst du dann als Beweis dafür, dass es der Auslöser ist! 

Und später sagst du dir dann wieder: Letztes Mal habe ich ängstlich reagiert. Das muss also mitunter ein Auslöser sein.
Und vermeidest es dann. Ein klassischer Kreislauf.
Quatsch oder?
Lösung: Einfach aufhören mit dem Mist. Durchschaue diese Selbst-Tests und entscheide selbst, ob du damit weitermachen willst.


----

Testgedanken kommen deshalb, weil wir sie fürchten.

 

Wir denken uns gruselige Dinge aus (Sorgen), weil wir schauen wollen, ob sie in uns Angst auslösen.
Angst davor, dass Gedanken Angst auslösen.
Du denkst "Was wäre, wenn...."
Und reagierst ängstlich auf diese Gedanken, weil du sensibilisiert bist. Die Angstreaktion kommt dann recht schnell.
Dann glauben wir, wir müssten diese Sache über die wir uns sorgen vermeiden/verändern/vorsorgen..., weil die Reaktion dir vorgaukelt diese Vorstellung wäre nicht aushaltbar. So suchen wir nach einer Lösung für Dinge. Ständig.

Unsere Köpfe raffen nicht von alleine dass sie sich vor sich selbst fürchten und sehen immer äußere Dinge als Auslöser.

Typischer Gedanke: "Nur das Problem löse ich noch! Dann lasse ich es sein." Aber es wird nie das letzte Problem sein.

---- 

* falls du nicht loslassen konntest... (neu) Hilfe bei GAS

Hast du deinen durch Stress sensibilisierten Zustand/Stresszustand (dein Nervensystem, das noch in Alarmbereitschaft ist) als Bedrohung erkannt und deshalb wieder bekämpft und somit eine neue Pseudogefahr entwickelt. Das Nervensystem ist wieder dauerhaft in Alarmbereitschaft, weil du das erregte Nervensystem als Bedrohung siehst. In anderen Worten: Solange du deinen Zustand bekämpfst, wird er bleiben.

"Was, immer noch Gefahr? Na dann versuch eine Lösung zu finden und ich mach dich bereit zum Kampf"
Adrenalin, Angst... (Reaktion 1: Verdammt, etwas stimmt nicht...)
"Was, immer noch Gefahr? Na dann versuch eine Lösung zu finden und ich mach dich bereit zum Kampf"
Adrenalin, Angst... (Reaktion 2: Nur Reststress, kein Grund zur Beunruhigung...)
"Na gut, dann schraube ich mal runter"


Das ist ALLES nur ein harmloses chemisches Ungleichgewicht in unserem Kopf, das durch Unruhe entstanden ist und durch Unruhe gefüttert wird.
Ich wette, wenn du dir mal Zeit nimmst und in dich hinein fühlst, dann wirst du es spüren.

Typischer Gedanke: "Irgendwas muss mit mir los sein, sonst würde es mir nicht so gehen."
Aber nichts ist mit dir los. Dir geht's nur so, weil du glaubst etwas wäre los, das du unbedingt vermeiden musst. Egal aus welchem Grund, du hast A v. der Angst. Ob weil es unangenehm ist oder du Angst hast es würde dich auf Dauer kaputt machen oder weil du glaubst du hättest körperlich etwas, (...bitte einfügen...).

Das Wichtige ist deine REAKTION auf diesen Zustand.

Meldest du zurück: Das ist eine Bedrohung (durch Analysieren/Vermeiden), wirst du weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben. Es glaubt deiner Reaktion und versucht dich Infolgedessen zu beschützen (weiterhin wachsam zu bleiben). Solange du dich von der Angst regieren lässt, deinen Alltag schleifen, deine Träume im Sand verlaufen usw. wirst du ihr wieder die Macht über dein Leben geben. Du MUSST dein Leben mit der Angst als dein Begleiter weiterführen als wäre nichts und ihr zeigen, dass sie diese Macht gar nicht hat. Nichts aufhören/nicht tun/anders tun wegen der Angst. Akzeptiere diesen Zustand als ein Teil von dir, egal wie lange. So sehr akzeptieren, dass du ihn nicht einmal mehr bemerkst. Locker lassen, aufgeben.
Der Körper wird immer wieder schreien "Alarm, Alarm, Alarm." (Einfach so wenig Aufmerksamkeit geben wie es geht und mit was anderem weitermachen.)

ABER wenn du dir glaubhaft machen kannst, dass es nichts weiter ist als das und nicht gebraucht wird und dich mit dem Wissen auf etwas anderes konzentrierst, dann wirst du loslassen können und es beruhigen. Die Symptome sind nur die Symptome eines erregten Nervensystems. Ignoriere sie, weil sie leere Warnungen sind. Egal wie unangenehm sie auch sein mögen, damit du sie wahrnimmst. Sie zeigen sich genau aus diesem Grund SO wie du sie hasst.
Oder willst du deine eigene Schutzreaktion WIEDER mal als eine Gefahr anerkennen?
Du willst dich vor etwas schützen, das gar nicht so schlimm ist. NUR der Kampf macht es so schlimm wie es ist. Aber den kannst du jederzeit aufgeben.

Angstsymptome - Schlechter Placebo:

Meine Hauptsymptome nach Herzphobie (Garantie für Panikattacken) waren ein unruhiger Magen und chronische Kopfschmerzen über Monate hinweg. Bei den letzteren beiden ist mir eine Sache aufgefallen. Umso mehr ich die Aufmerksamkeit darauf lenkte, desto schlimmer wurde es. Umso mehr ich an etwas anderes dachte, desto weniger wurde es. 90% meiner Kopfschmerzen waren selbst verursacht, der Rest war Anspannung und falsche Haltung.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie akzeptiere ich solche Symptome? Ich habe lange darüber nachgedacht.
Das Verständnis sollten dir das Vertrauen geben, die Symptome lockerer zu sehen. Diese folgenden Stichpunkte beinhalten alles, was ich brauchte, um zu heilen:

- Es ist nur temporärer Rest-Stress, eine chemische Imbalance.
- Die Angst vor dem Zustand (Inakzeptanz/Bekämpfung) ist der Auslöser für den anhaltenden Zustand, nichts anderes (keine Zweifel erlaubt).
Aber wieso willst du die Ursache wissen? Richtig, damit du vermeiden kannst! DU willst wissen, was du falsch machst, damit du es anders machen kannst, um die Angst wieder zu vermeiden.
- Es fühlt sich zwar an als wäre etwas nicht in Ordnung, das stimmt aber nicht. Stell dir das vor wie ein schlechter Placebo Effekt. Nur harmlose Angst. Sie verdient diese ganze Aufmerksamkeit gar nicht.
- Generell sind Freude/Trauer/Liebe/Angst/Hass normale Gefühle, die jeder Mensch hat. Es gibt keinen Grund sie zu fürchten oder krampfhaft zu vermeiden. Sie sind im Grunde sehr mild und kaum vergleichbar mit unseren Zuständen. Nur! Der Kampf gegen sie macht es zu einer Hölle. 


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lass Stress einfach Stress sein. Durch die Vermeidung machst du den Zustand, den du zu vermeiden versuchst um das 20-Fache schlimmer als es normalerweise wäre.

Angst bedeutet nur, dass du etwas vermeiden möchtest. Ob durch den Kampf-Flucht-Reflex zum wegrennen oder durch bombardierendes Analysieren und vermeidende Verhaltensweisen.
Stress ist weder ein Grund um Panik zu schieben, noch um es zu bekämpfen. Stress ist ein Grund, um sich auszuruhen.

Weißt du was die schöne Sache ist? Du kannst nichts falsch machen. Du musst dich nur davon überzeugen, dass alles in Ordnung mit dir ist und Angst kein Grund zur Vermeidung hat, weil es ein Gefühl ist wie jedes andere auch, welches uns ab und zu mal begegnet.
Die Sicht von der Angst von einem Monstrum zu einem Mäuschen ändern...

Wir fürchten nämlich nicht die Angst, sondern den brutalen Kampf, der uns auslaugt, den wir beim Versuch ihrer Vermeidung austragen. Das ist das, was uns wirklich an unsere Grenzen bringt und solche Ausartungen und Stress-zustände bringt. Nochmal: Wir fürchten den Kampf, nicht die Angst selbst. Angst ist mild.
Denn ohne den Kampf würdest du dich so nicht fühlen. Kein Scherz.

Fällt es dir damit leichter den Kampf aufzugeben?

- Wenn wir uns fragen, ob die Angst noch da ist, dann hoffen wir dass sie weg ist und nicht mehr wiederkommt. Sonst würden wir uns die Frage nicht stellen. Ein Zeichen für verbliebene Angst.
- Wenn man Angst hat, bei der Methode etwas falsch zu machen, dann hast du Angst dass sie nicht verschwindet. Auch Ausdruck von A. v. A.


Wer Englisch kann: http://jeff.websitetoolbox.com/post/hello-4910315?&trail=15
Ich denke er hat das echt gut erklärt. Wir sind unabhängig voneinander auf die gleiche Lösung gekommen, er kam mir aber 2010 zuvor. Leider habe ich das nie gefunden! Das hätte mir Zeit gespart ;_;

The part of the brain responsible (Amygdale/Limbic System) for setting the fear level does not feel the fear it produces, it just watches your reactions to decide if that fear setting is correct. If you act like something is wrong, it calculates that something is wrong and keeps the defensive setting high. If you act like nothing is wrong it calculates that nothing is wrong and resets the defensive setting to a preset of ‘normal’

In other words, remove all the rituals (do nothing about fear) and fear is starved to death. When we initially remove the rituals the fear will increase slightly (a bit like a desperate hungry animal). But in a few days, fear becomes emaciated and weak and fades into the background, it transposes from being all encompassing to annoying, to a mild irritant, and finally to normal preset levels.

Das ist auch nicht übel: http://jeff.websitetoolbox.com/post/this-might-come-in-handy-4859462?pid=41596946

Pretending is a concept that even young children can understand. How and why does pretending work? Well, your Limbic System is responsible for setting you anxiety level inappropriately high. It gets its signals to do this from your senses, what you see, what you hear, what you say, what you taste etc. If your Limbic System sees and hears you discussing or reading about your problems then it will conclude there is still a problem. The Limbic System is plain stupid it has no intelligence whatsoever, it’s just a great piece of software, you don’t need to be an expert in computer programming or psychology to affect it, you don’t need to know how to reprogram it yourself; it will do all that for you! 
All you have to do is fool it and you can you can fool it, anyone can fool it. 
When you get an energy surge your Limbic System will watch your reactions, if it sees you running, hiding, asking for help, reading about your ‘condition’ then it will see something is wrong and keep your energy level high. If you pretend that all is well and for example, slowly doing the dishes, cooking a meal, watching a movie, calming walking etc. then it will automatically set the energy level lower. It does not know when you are pretending; it never has and never will. The more you do this … the calmer you get and you will enter into a positive feedback relaxation mindset.



Ist das gut erklärt? Dann hinterlass doch ein Kommentar mit Kritik. Danke![biggrin] Oder schreibt mal ob die Methode bei euch anschlägt.

Ich hoffe es geht euch genauso, dass ihr es schätzen lernt das durchlebt zu haben.

Previous Topic | Next Topic
Print
Reply

Quick Navigation: