Panic Attacks Message Board
Register  |   |   |  Latest Topics
 
 
 


Reply
  Author   Comment   Page 2 of 2      Prev   1   2
JustElliot

Registered:
Posts: 367
Reply with quote  #16 
Ach ja nebenbei: Lenk dich nicht ab, leb dein Leben.

Vertrau mir. Das ist das Beste was du machen kannst.
Lumi

Registered:
Posts: 38
Reply with quote  #17 
Hallo... ich bin so niedergeschlagen und traurig... War über eine Woche ganz gut drauf und nun ein Rückfall wieder. Aber so heftig, dass ich mich an den Anfang zurück katapultiert fühle. Zwei Nächte Panikattacken vom Feinsten. Immer in Schlaufen. Immer wieder beruhigt, einschlafen, aufwachen, Panik. Pitschnass, Durchfall. Ich fühle mich elend. Bin kurz davor krank zu machen. Obwohl ich eigentlich weiß, dass ich die Ablenkung dort brauche. Gestern der Tag war schon der Horror. Ich laufe nur wie in einem Paralleluniversum. Könnte nur heulen. Wo ist die Kraft plötzlich hin, mit der ich die letzten Wochen alles so klar gesehen habe? Ich bin so überwältigt und hab wieder heftige Angst allein vor diesen Zuständen ständig. Mein ganzer Körper ist ein Wrack. Ich habe keine Kraft mehr und alles ist wieder sinnlos. Die letzten Tage davor waren emotional wieder anspruchsvoll, aber ich denke, normaler Stress löst das nicht aus? Oder hab ich da etwas falsch verstanden? Hab mir eingebildet, dass sich durch die Ablenkung und Besserung die Wochen zuvor die Amygdala erholt und nicht mehr so krass reagiert. Und nun sowas! Sie verlernt es also nicht? Oder nicht so schnell? Ich hab nun auch wieder Angst vor jeglichen Gefühlen und Stresssituationen, wenn sie das so schnell auslösen. So kann doch keiner leben. Ich habe nunmal immer wieder Probleme. Aber ich will diese Angst nicht noch extra dann. Mann, ich hasse das alles so... Hilfe!
JustElliot

Registered:
Posts: 367
Reply with quote  #18 
Hallo Lumi,

hast du die Panikattacke schon bis zum Ende durchlebt? In meinem Fall war es so, dass nach dem Durchleben die Panikstörung fast zu Ende war. Die nächsten paar Wochen habe ich noch ängstlich auf Körpersymptome reagiert, weil ich zu sehr nach Innen fokussiert war (z.B. auf Herzschlag geachtet habe) und habe deshalb ab und zu noch Panik bekommen. Nachdem ich aber meinem Körper vertraute und anfing zu ignorieren, was in mir geschieht, ging es komplett fort. Seit der Zeit habe ich vielleicht 5 Mal höchstens noch so einen Zustand kommen fühlen (hatte ja noch GAS), doch es konnte sich nicht mehr in eine wirkliche Panikattacke entwickeln, da ich wusste wie ungefährlich sie ist. Völlig aushaltbar.

Du brauchst gar nichts, keine Ablenkung, kein nichts. Du musst nur anfangen zu verstehen und bedingungslos zu glauben, dass mit dir alles in Ordnung ist. Das EINZIGE (brenn dir das in den Kopf), was mit dir nicht stimmt, ist dass du GLAUBST, dass etwas nicht stimmt. Und den jetzigen Zustand siehst du als Beweis dafür. Irgendwas musst du ja falsch machen, sonst würdest du dich nicht immer noch so fühlen, oder? Das stimmt auch. Das Falsche ist DASS du etwas machst, obwohl nichts nötig ist.

Hör auf nach dem zu suchen, was dir das "antut". Außer dass du dich selbst verrückt machst wegen der Symptome und dir immer wieder einredest etwas wäre nicht in Ordnung mit dir, gibt es keinen Grund. Basta.


Normaler Stress ist normaler Stress. Hast du schonmal eine Person gesehen, die wegen normalem Stress eine Angststörung hatte? Wenn nein, dann weißt du die Antwort auf deine Frage ob es ein Auslöser ist.

Man will es nicht hören, aber es ist wahr wenn ich dir sage: Das tust du dir selbst an. Das habe ich mir selbst angetan. Nicht böswillig, natürlich. Aber es ist an der Zeit aufzuhören zu analysieren (fragen wieso, weshalb warum), die Antwort ist einfach: Weil ich mich verrückt mache wegen ein paar blöden Symptomen von Angst. Das ist die einzige logische Antwort die du darauf kriegen wirst.
Du versuchst dich vor dir selbst zu beschützen. Und jetzt sagst du mir: "Aber es fühlt sich miserabel an". Dann sage ich dir: "Ja, na und? Weitermachen! Alles in Ordnung. Mein Leben kann ich auch so leben."

Einfach dein Ding machen, dich mehr belasten, damit du mal ordentlich auf andere Gedanken kommst als ständig auf deine dämliche Angst zu hören. Angst ist nichts.

Meiner Meinung nach geht das Herunterkühlen extrem schnell, sobald man aufhört sich wegen der Gefühle verrückt zu machen. Sich z.B. vom normalen Leben zurückzuziehen, ständig darauf zu achten ob es noch da ist, usw usw. Ich kenne selbst diese Momente, wo man das einfach nicht glauben kann, wo keine Logik ankommt. Also tu einfach das: Scheiß auf die Gefühle, ignoriere sie, egal wie sehr sie dich anbrüllen, mach einfach dein Ding. Wenn Panik kommt, akzeptiere sie, lass sie kommen, so lange wie sie will.
Einfach drauf scheißen, okay? Es ist nur eine Schutzreaktion, behandel sie auch mit dieser Akzeptanz.

Sorry für den langen Text. Ich dachte ich mache es nochmal ausführlich.

LG, Elly.
Lumi

Registered:
Posts: 38
Reply with quote  #19 
Liebe Elly, du hast ja so Recht und ich bin froh über deine ehrlichen Worte. Das Durchleben einer Panikattacke hab ich schon mehrmals versucht. Scheinbar irgendwie flasch. Denn sie kamen immer wieder. Oft ist das ja Nachts. Und dann passiert das alles im Halbschlaf. Aufwachen, Panik, überlegen was tun, aktiv kommen lassen, merken dass es nachlässt, wieder einschlafen und dann 20 Min später wieder mit Panik wach... Ich hasse das. Es raubt mir die Nacht. Aufstehen schaff ich nicht, da ich so extrem müde bin und froh bin, wenigstens die Minuten dazwischen Schlaf abzubekommen.

Das andere Problem ist morgens immer wieder dieses extreme Gefühl nicht zur Arbeit zu wollen und dass ich dort 8 h eingesperrt bin. Dann erinnere ich mich an die letzten Tage, wie ich dort gekämpft habe mit meiner Abneigung und Unlust. Wie ein kleines Kind, dass nicht zur Schule will. Ich hab solche Negativgefühle, dass ich jedes Mal kurz davor bin, wieder krank zu machen. An freien Tagen ist es wie weggeblasen. Nun weiß ich ja trotzdem, dass dieser extreme Ausdruck die Angst sein muss. Ein normaler Mensch könnte damit umgehen, weiterhin hingehen und sich evtl. irgendwann was anderes suchen.
Und ich weiß, dass ich ohne die Arbeitsablenkung noch schlimmer dran wäre. Dann kommt die Angst nämlich allein zu Hause zu sein.
Ich sehe keinen Ausweg... neue Bewerbungen schaff ich noch nicht. Dafür bin ich nicht stabil genug. Und mir fällt auch nichts ein, wo es besser sein könnte. Es ist zum Durchdrehen. Würde gerne wissen, ob das alles weg wäre, wenn auch die Angst weg ist. Vielleicht würde ich ganz normal arbeiten und mich auch zu Hause wohlfühlen. Die Angst setzt sich einfach überall drauf. Und das ist so stark, dass ich es einfach nicht ignorieren kann.

Hast du im englischen Forums evtl schon mal einen ähnlichen Fall gehört und könntest mir den Link schicken? Dann würde ich mich da versuchen durchzuarbeiten..
Danke. Liebe Grüße. Lumi
JustElliot

Registered:
Posts: 367
Reply with quote  #20 
So driekt wüsste ich keinen Post, der genau das bespricht, was du meinst. Also mit dem Job usw. Aber ich weiß dass so ziemlich jeder, inklusive mir, das gleiche Problem hatte/hat. Musste mal nach ein paar Stichworten suchen.
Wenn man sich auf der Arbeit als Gefangener fühlt, dann kann man sich schwer wohl fühlen oder? Vielleicht wäre es besser, nach dem zu suchen, was dir an der Arbeit gefällt. Ansonsten vielleicht mit nem Therapeuten oder Familie drüber sprechen, ob du deine Arbeitsstelle wechseln solltest. Die Frage ist, ob du die Arbeit als Erfüllung siehst. Tust du?
Trotz dem, dass ich sehr ängstlich war, hatte ich immer wieder mal so ganz kleine Momente, wo mir klar wurde, was mir gefiel und was nicht. Meistens dann wenn es mir am schlechtesten ging. Da fallen einem meistens die Gründe ein, weshalb man weitermachen sollte.
Ich habe meine Ausbildung aufgehört, weil mir irgendwann endlich bewusst wurde, dass ich im Büro nicht glücklich wurde. Zwei mal habe ich eine Ausbildung abgebrochen und wusste erstmal nicht wieso ich unglücklich war. Meine Eltern waren wirklich nicht stolz auf mich.
Nehm dir vielleicht Zeit, Dinge auszuprobieren. Weiß ja nich wie alt du bist, aber dafür ist es wohl nie zu spät.
Im Moment studiere ich etwas, das ich mag. Man wird immer mal mit Sachen konfrontiert, die man nicht mag. Aber es lohnt sich das zu tun, was man als sinnvoll und erfüllend empfindet, und nicht das zu tun, was andere von dir erwarten.

Lass dich nicht unter kriegen. Mach bedingungslos das, was du liebst. Das wird dich heilen.
Previous Topic | Next Topic
Print
Reply

Quick Navigation:

Easily create a Forum Website with Website Toolbox.